Dietrich Buxtehude, Organist an der Marienkirche in Lübeck, komponiert für die Passionszeit 1680 seinen berühmten Zyklus "Membra Jesu Nostri". In den sieben Kantaten betrachtet er die Gliedmaßen des Gekreuzigten: er beginnt bei den Füßen, geht hoch zu den Knien, danach zu den Händen, der Brust, und zuletzt zum Herzen. Dabei verwendet er Bibeltexte und geistliche Texte aus dem Mittelalter. Neben diesem außergewöhnlichen Zyklus erklingen noch zwei Triosonaten von Buxtehude. Seine Musik ist damals so herausragend, dass der junge Johann Sebastian Bach zu Fuß nach Lübeck geht, um sie live zu hören.