Sie liefern bei jedem Wetter Sendungen aus, schleppen Pakete mehrere Stockwerke hoch und arbeiten unter hohem Zeitdruck und körperlicher Belastung. Paketboten haben einen harten Job. Und das spüren sie täglich und im jetzigen Weihnachtsgeschäft vermutlich noch deutlicher.
Das bestätigt eine aktuelle Studie: Die Belastung und Unzufriedenheit der Beschäftigten in der Kurier-, Express- und Paketbranche sind deutlich höher als in anderen Berufen. An der Studie, die unter anderem von der Gewerkschaft ver.di in Auftrag gegeben wurde, haben sich rund 3.000 Beschäftigte beteiligt.
Missstände in der Paketbranche
Zwar habe sich in den letzten Jahren etwas getan, sagt Stefan Thyroke, Bundesfachgruppenleiter Spedition, Logistik und Kurier-, Express- und Paketdienste bei ver.di, aber nicht genug. "Die Politik drückt sich vor Entscheidungen", so Tyroke. Nach wie vor gäbe es zu viele Arbeitsrechts- und Mindestlohnverstöße – vor allem bei Subunternehmen.
"Der Druck nimmt zu. Statt 80-100 Paketen pro Tag müssen häufig 250-300 Pakete ausgeliefert werden", berichtet Thyroke und beruft sich auf die Ergebnisse der Studie. Welche Maßnahmen er konkret von der Politik fordert und wie viel Hoffnung er auf eine Umsetzung durch die schwarz-rote Bundesregierung hat, erzählt Stefan Thyroke im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg.