Darf jetzt niemand mehr öffentlich was gegen Trump sagen?
"Natürlich darf man öffentlich noch was gegen Präsident Trump sagen. Regierung, Behörden und Offizielle geben einem allerdings zu verstehen: rechnen sie mit Konsequenzen", sagt Carsten Kühntopp. Im konkreten Fall sei es so, dass diese Late-Night-Shows ein leichtes Ziel seien. Sie hätten aktuell alle schlechte Quoten.
Rechtsstreit oder nicht?
Jeder Fernsehsender überlege es sich ganz genau, ob er es auf einen Rechtsstreit ankommen lasse. Der erste Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten sichere die Meinungsfreiheit. Deswegen würde man einen Prozess vermutlich gewinnen. Der würde allerdings viel Geld kosten - und das für ein Produkt, was nicht mehr viel Geld einbringe.
Was sagen die Amerikaner dazu?
Jimmi Kimmels Show wird in einem Theater in Los Angeles produziert. Schon am Morgen hätten sich dort Menschen eingefunden, um gegen die Absetzung der Sendung zu protestieren, erzählt Carsten Kühntopp. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, habe gesagt, diese Entscheidung von ABC sei empörend. Das sei einer Demokratie unwürdig. Präsident Trump habe hingegen von einer "großartigen Nachricht für Amerika" gesprochen. Er habe danach den Sender NBC aufgefordert, ebenfalls seine Late-Night-Shows abzusetzen. Es handele sich um einen Versuch, kritische Stimmen zum Verstummen zu bringen, so Carsten Kühntopp. Das Signal sei: achtet darauf was ihr sagt, sonst wird es teuer.