Aus Sicht der Behörde ist es wichtig, dass sich jeder "bis zu zehn Tage zu Hause eigenständig versorgen und verpflegen kann", sagt René Funk im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem. Im Alltag sei dieser Zeitraum jedoch nicht immer praktikabel, räumt der BBK-Vize-Präsident ein. Deshalb sollte jeder Haushalt für mindestens drei Tage - also für 72 Stunden - das Nötigste zu Hause haben.
So sieht die Vorsorge für einen Ernstfall aus
Für eine Notlage sollte jeder Haushalt das Folgende zu Hause haben: Dazu gehöre "Wasser als Lebensmittel“, sagt Funk. Jede Person benötige mindestens anderthalb bis zwei Liter Trinkwasser pro Tag. Außerdem müsse ein ausreichend großer Bestand an ungekühlt haltbaren Lebensmitteln vorhanden sein, die ungekocht gegessen werden könnten. Als Beispiel nennt der Behörden-Vize-Chef: "Müsli mit H-Milch, Kekse oder Fischkonserven."
Ebenfalls wichtig für einen Katastrophenfall seien Hygieneartikel und Medikamente. Außerdem sollten in jedem Haushalt Taschenlampen vorhanden sein, damit man auch bei Stromausfall nicht im Dunkeln sitze. Von großer Bedeutung ist nach Angaben des Vize-Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz auch ein Radio mit Batteriebetrieb. "Denn gerade in Notlage ist das Informationsbedürfnis hoch."
UN setzen Katastrophenschutz auf die Tagesordnung
Das Büro der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge (UNDRR) hat für den heutigen Montag Vertreter von Regierungen und Hilfsorganisationen zu einer Konferenz über den Katastrophenschutz eingeladen. Es geht um die Umsetzung des 2015 beschlossenen Sendai-Rahmenwerks. Damit sollen Länder Gefahren und Verletzlichkeiten auf ihrem Staatsgebiet beurteilen. Ziel ist es bis 2030 Maßnahmen umzusetzen, mit denen die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung verbessert werden sollen.
Katastrophenschutz in BW und RLP
640 Schülerinnen und Schüler lernen von Einsatzkräften Aktionstag für Schüler in Neuenburg: Was tun im Katastrophenfall?
Beim Katastrophenschutztag in Neuenburg am Rhein lernen Kinder, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen. Die Landesregierung will das Thema auch im Schulunterricht verankern.