Polizei und Katastrophenschutz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sowie mehrere Kliniken aus Ulm und Neu-Ulm beteiligen sich am Samstag an einer gemeinsamen Großübung rund um das Blautalcenter, einem weitgehend leerstehenden Einkaufszentrum. 160 Menschen stellen dabei Opfer und Verletzte dar, die gerettet und versorgt werden müssen. Deshalb wird im Bereich der Blaubeurer Straße ein Großaufgebot von Rettungsfahrzeugen unterwegs sein.
Szenario geht von Gefahr durch Sprengstoff und Waffen aus
Das genaue Übungsszenario wurde vorab nicht bekanntgegeben. Die Polizei geht laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm davon aus, dass der oder die Täter Gewalt anwenden und möglicherweise bewaffnet sind. Auch Sprengstoff könnte eine Rolle spielen, so wie es zum Beispiel bei einem Terroranschlag oder Amoklauf der Fall sein könnte.
Es soll geübt werden, wie man mit einer solchen Lage umgehe, erklärte der Sprecher. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Rettungskräfte effizienter zu machen.
Mehrere Dutzend Rettungswagen pendeln zwischen Stadtgebiet und Kliniken
Teil der Übung ist auch der Transport von Opfern. Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und dem Katastrophenschutz simulieren die Versorgung der Verletzten vor Ort. Zeitnah sollen alle Verletzten in das Bundeswehrkrankenhaus, das Universitätsklinikum Ulm und das RKU am Oberen Eselsberg gebracht werden.
Den ganzen Tag über pendeln deshalb mehrere Dutzend Rettungswagen zwischen Stadtgebiet und Kliniken. Das Alb-Donau-Klinikum in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) ist ebenfalls in die Übung eingebunden. Und die Donauklinik Neu-Ulm bereitet sich laut Mitteilung darauf vor, Patienten aufzunehmen, die dort selbstständig Hilfe suchen.
Die an der Übung beteiligten Fahrzeuge sind laut Polizei zwar nicht nicht mit Blaulicht unterwegs, aber es wird zu Einschränkungen im Verkehr kommen. Auch Buslinien der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sind betroffen. So hält der Bus zum Beispiel nicht am Blautalcenter in Ulm.