Vier Wochen dauert mittlerweile der Krieg der USA und Israel gegen den Iran. Das angegriffene Land wehrt sich unter anderem mit Angriffen auf Israel. Allerdings wird Israel nicht nur aus dem Iran beschossen, sondern auch vom Iran-Verbündeten Hisbollah, aus dem Libanon heraus. Die israelische Armee ist mit einer Bodenoffensive in das Land vorgedrungen.
In Tel Aviv ist Bettina Meier ARD-Korrespondentin. Sie beobachtet den Krieg in Israel und stellt Unterschiede innerhalb des Landes fest: "In Zentralisrael und im Großraum Tel Aviv bekommt man eine Frühwarnung, dass Raketen aus dem Iran unterwegs sind. Dann hat man 10 Minuten Zeit, einen Schutzraum aufzusuchen, dann heulen die Sirenen", so Meier "das ist im Norden Israels nicht so", beschreibt sie weiter. "Dort ist eine Rakete unterwegs und der Einschlag passiert oft, bevor eine Sirene ertönt." "Die Menschen im Norden stehen permanent unter Beschuss und haben viel weniger Reaktionszeit."
Das Ausmaß der israelischen Bodenoffensive
Als die Korrespondentin im Norden Israels unterwegs war, hatte sie auch die Möglichkeit, in den Libanon zu sehen. Ein Gesamtbild könne man sich aufgrund der bergigen Landschaft nicht machen, beschreibt Meier. Allerdings habe sie bei ihrem Aufenthalt in der israelischen Stadt Metulla, die vom Libanon umgeben ist, einen Einblick bekommen, in das, was die israelische Armee mit ihrer Bodenoffensive bezweckt.
Da hat man das Gefühl, man schaut nach Gaza rein. Eine Trümmerwüste. Die Dörfer, die im Umkreis liegen, hat die israelische Armee komplett zerschossen und zerbombt, dort ist überhaupt kein Leben mehr zu sehen.
Wie weit das israelische Militär vorgerückt sei, lasse sich nicht eindeutig beantworten, so Meier. Für die israelische Bevölkerung seien die Kriege eine Belastung, beschreibt die Journalistin. "Die Nerven liegen blank", sagt ARD-Korrespondentin Bettina Meier im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Pascal Fournier.