Häusliche Gewalt: "Verantwortung muss zum Täter"

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Die häusliche Gewalt in Baden-Württemberg befindet sich auf einem Zehn-Jahreshoch. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 hervor. Demnach wurden rund 17.400 Fälle registriert, ein Anstieg um 2,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Polizei geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Ein Großteil der Taten sind Körperverletzungsdelikte. Knapp 80 Prozent der Opfer sind Frauen, fast 80 Prozent der Tatverdächtigen Männer. 19 Menschen kamen im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg durch Partnerschaftsgewalt ums Leben.

Baden-Württemberg

Kriminalstatistik 2025 Weniger Straftaten in BW - doch die häusliche Gewalt nimmt zu

Die Kriminalstatistik 2025 für Baden-Württemberg verzeichnet erneut weniger Straftaten - doch bei Cyber-Schäden, Telefonbetrug und Partnerschaftsgewalt steigen die Zahlen.

"Die Verantwortung muss dahin, wo das gewalttätige Verhalten herkommt, nämlich zum Täter", sagt Christina Gröbmayr, Vorstandsvorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Täter*innenarbeit Häusliche Gewalt Baden-Württemberg. Der Verein hilft gewalttätigen Menschen, einen Weg zu finden, ein solches Verhalten zu beenden. Es gehe darum, dass der Täter an seinem Verhalten arbeite und Empathie für sein Opfer entwickele. Außerdem müsse er ein Bewusstsein für seine Handlungen entwickeln, sagt Gröbmayr im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.