Kriminalstatistik 2025

Weniger Straftaten in BW - doch die häusliche Gewalt nimmt zu

Die Kriminalstatistik 2025 für Baden-Württemberg verzeichnet erneut weniger Straftaten - doch bei Cyber-Schäden, Telefonbetrug und Partnerschaftsgewalt steigen die Zahlen.

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Stand

Von Autor/in Knut Bauer

Die Zahl der Straftaten in Baden-Württemberg ist 2025 erneut zurückgegangen, die Aufklärungsquote liegt weiter bei rund 60 Prozent. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik für 2025 hervor, die das Innenministerium heute vorgestellt hat. Doch während die Gesamtkriminalität sinkt, erreicht die häusliche Gewalt ein Zehn-Jahreshoch.

2025 gab es über 500.000 Straftaten im Land

522.000 Straftaten gab es landesweit im vergangenen Jahr - das sind 30.000 Fälle beziehungsweise knapp sechs Prozent weniger als 2024. Die Fallzahlen sinken in nahezu allen Bereichen: Die Gewaltkriminalität ist ebenfalls um rund sechs Prozent auf 9.600 Fälle zurückgegangen.

Besonders stark ist der Rückgang bei Messerangriffen: Hier verzeichnet die Statistik mit 1.200 Fällen ein Minus von elf Prozent. Jede fünfte Messerattacke erfolgt dabei im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Die Anzahl der Sexualdelikte ist um 4,5 Prozent auf 14.000 Straftaten gesunken.

Partnerschaftsgewalt steigt auf Zehn-Jahreshoch

Dagegen gibt es bei der Partnerschaftsgewalt ein neues Zehn-Jahreshoch mit 17.400 Delikten - plus zwei Prozent. Dabei ist die Dunkelziffer nach Angaben des Innenministeriums weitaus höher, weil nur einer von zehn Fällen angezeigt wird. 2025 sind allein in Baden-Württemberg 19 Menschen nach Attacken des Partners ums Leben gekommen. 80 Prozent der Opfer sind weiblich - und fast 80 Prozent der Tatverdächtigen sind Männer.

Größerer Schaden durch Telefonbetrug und Hacker-Angriffe

Außerdem ist die Zahl von betrügerischen Anrufstraftaten stark angestiegen - etwa bei "Enkeltricks", "Schockanrufen" oder "falschen Polizeibeamten". Unter Einbeziehung der Auslandsfälle nahm die Zahl um 65,6 Prozent auf rund 14.600 Fälle zu. Der Gesamtschaden stieg um ein Viertel auf rund 23,1 Millionen Euro.

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Im Bereich Cybercrime sank die Zahl der registrierten Inlandsfälle zwar um 9,2 Prozent auf rund 13.600. Doch der Schaden stieg auf etwa 18,1 Millionen Euro - ein Plus von zwei Prozent und ein Allzeithoch. Zu "Cybercrime" gehören laut Mitteilung Straftaten, die sich gegen IT-Systeme oder deren Daten richten, beispielsweise durch Hacking.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Knut Bauer
SWR-Reporter und -Redakteur Knut Bauer
Onlinefassung
Alban Löffler
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