Hoher Internet-Konsum von Kindern: Was können Präventions-Apps?

Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland zeigen laut aktueller OECD-Daten ein riskantes Mediennutzungsverhalten. Schon 15-Jährige verbringen im Schnitt mehr als sieben Stunden am Tag vor dem Bildschirm.

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Die Lörracher Schöpflin-Stiftung hat eine Präventions-App entwickelt - für Schülerinnen und Schüler im Alter von elf bis fünfzehn Jahren.

Kinder und Jugendliche sollen mit den Präventions-Apps erkennen können, ob sie online-süchtig sind. "Apps, wie die 'freii-App', können die Nutzer dabei unterstützen, ihren Mediengebrauch zu reflektieren und auch zu regulieren", sagt Niels Pruin, Suchttherapeut und Leiter des Fachgebiets Medien- und Internetsucht des Caritasverbandes Augsburg, in SWR Aktuell. Die Apps forderten die Nutzer, beispielsweise mit Zeitlimit-Funktionen auf, über ihre eigenen Gewohnheiten nachzudenken.

Warum sind besonders junge Menschen so anfällig für eine exzessive Internet-Nutzung?

Die Technik verändert sich rasant schnell. "Durch diese auf jede Person individuell angepassten Algorithmen, die in Apps sind und mit den zusätzlich manipulierenden Technologien, die eingebaut sind, steigt der Druck, das Medium nutzen zu wollen immer mehr", so Pruin.

Besonders ein jugendliches Gehirn kann sich diesen manipulierenden Technologien in Apps nur ganz schwer entziehen.

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Jugendliche, die ohne Ende am Handy daddeln. Die soll die kostenlose App "freii" der Lörracher Schöpflin-Stiftung vor einer Onlinesucht schützen. Laut Studie funktioniert das auch.

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Was Eltern tun können, damit Kinder und Jugendliche wieder mehr Lust auf die reale Welt bekommen, und ab wann sie sich professionelle Unterstützung holen sollten, darüber hat SWR Aktuell-Moderatorin Sophie Klein mit Sucht-Therapeut Niels Pruin gesprochen.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Sophie Klein
Onlinefassung
Michael Paufler