Kritik an Preissenkung für Benzin und Diesel: "Nicht jeder hat ein Auto"

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Die Bundesregierung will Autofahrer entlasten. Sie plant, die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter Benzin oder Diesel zu senken, um Sprit günstiger zu machen. Allerdings landet diese Entlastung zunächst bei den Ölkonzernen, ob diese die Vergünstigung an die Kunden weitergeben, bleibt abzuwarten. Die Regierung will, dass das Gesetz ab dem 1. Mai greift. Am Freitag soll der Bundestag darüber abstimmen.

Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünenfraktion im Bundestag, kritisiert das Vorhaben der schwarz-roten Regierung. "Ich glaube nicht, dass da adäquat gehandelt wird", sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell. Statt die Ölpreise zu senken, müsse seiner Ansicht nach der Verbrauch runtergehen, da die Mengen auf dem Weltmarkt limitiert seien.

Gegenvorschläge der Grünen

Dabei könne ein Tempolimit helfen, so Kellner. Er schlägt außerdem vor, die Stromsteuer zu senken. "Jeder hat einen Stromzähler, aber nicht jeder hat ein Auto. Aber alle sind von den Preisen betroffen", sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.

Diesel- und Benzinpreise So tanken Sie heute günstig

Spritpreise am 23. April 2026: Superbenzin kostet im Mittel 2,10€, E10 2,05€ und Diesel 2,12€ in Deutschland. So teuer ist es in Ihrer Nähe.

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