Drei Männer und eine Frau sollten in die Nähe des Mondes fliegen und ihn sich von da aus ansehen. Eine Landung ist erst später geplant. Doch der Start von Artemis 2 Anfang März wurde abgesagt, wegen technischer Probleme. "Man musste schon einige Tage vor dem geplanten Start in die Montagehalle zurückrollen, weil man festgestellt hat, dass man das Helium nicht in die Rakete hinein bekommt", sagt SWR-Raumfahrtexperte Uwe Gradwohl in SWR Aktuell.
Helium braucht man, um Druck in den Tanks aufzubauen - denn in der Schwerelosigkeit rutscht der Treibstoff nicht so ohne weiteres in Richtung Raketenmotor, er muss mit Helium als Druck-Gas dorthin gebracht werden.
"Helium-Anschluss nicht erreichbar, also zurück in die Montagehalle"
Das habe nicht funktioniert. Da sich der Helium-Anschluss relativ weit oben an der Rakete befindet, kommt man vom Boden aus nicht an ihn ran, erklärt Gradwohl. Also ging es zurück in die Montagehalle.
Artemis 2 – Zurück zum Mond
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Bereits in der Vergangenheit gab es Probleme
Das Ärgerliche ist nach Einschätzung des Raumfahrtexperten: Es ist wieder eine Leitung, wieder ein Anschluss. Das sei bereits beim ersten Startversuch im Februar der Fall gewesen. "Da hatte man ein Wasserstoffleck. Das war schon bei Artemis 1 im Jahr 2022 so - auch da Wasserstofflecks. Das scheint so ein bisschen die Plage zu sein, die dieses Projekt verfolgt."
"Enorme Herausforderungen"
Abgesehen davon, dass das Raketen-Transport-Vehikel die Rakete normalerweise nur zum Startpunkt rollen müsste, gibt es noch weitere Herausforderungen, die starbereite Rakete wieder einzulagern.
Der Treibstoff muss wieder aus der Rakete heraus. Wenn eine Rakete eine Zeit lang auf dem Startplatz steht, dann müssen auch die Batterien ausgetauscht werden.
Batterien für die Stromversorgung im Krisenfall
Eine Batterie sei zum Beispiel für den Selbstzerstörungsmechanismus zuständig, falls die Rakete beim Start in die falsche Richtung fliegt. Eine andere Batterie sei notwendig, wenn das Raumschiff sich noch vor dem Start von der Rakete trennen muss, falls diese unter dem Raumschiff auf dem Startplatz zu explodieren drohe. Dann müsse durch das Raumschiff ein Not-Start erfolgen. Mit zum Mond soll auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst. Ob sich seine Chancen durch die Pannen verringert haben, das wollte SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich von Uwe Gradwohl wissen.
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