Ökonomin zu Girls‘ Day und Boys‘ Day: "Vorbilder sind wichtig"

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Warum stehen vor allem Männer in der Autowerkstatt und Frauen am Pflegebett? Vermutlich, weil das schon immer so war. Es gibt Berufe, die eher Männern, und andere, die eher Frauen zugeschrieben werden. Um Klischees aufzubrechen, gibt es einmal im Jahr den sogenannten Girls‘ Day bzw. Boys‘ Day.

RLP

Schule fertig - und jetzt? Traumjob "Irgendwas mit Superheld" - so finden junge Menschen ihren Berufsweg

Die einen stecken im Abi, die anderen schnuppern beim Girls' and Boys' Day: Wie können junge Menschen ihren Weg zum Traumjob finden - selbst wenn das der "Superheld" ist?

Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, hält solche Aktionen für sinnvoll. "Vorbilder sind wichtig, vor allem auch, damit sich Kinder und Jugendliche unterschiedliche Berufe für sich selbst vorstellen können", sagt sie. Rollenbilder hielten sich auch deshalb so hartnäckig, weil sie häufig heute noch vorgelebt würden. Einige Berufe gebe es jedoch, die nicht mehr nur von einem Geschlecht dominiert werden, beschreibt sie. So würden heutzutage viele Frauen im Richteramt sitzen.

Dennoch seien viele Berufe weiterhin von einem Geschlecht dominiert: "Wenn wir aufs ganze Bild gucken, ist die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt fast genauso stark wie vor 30 Jahren", sagt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.