Es gehe nicht so sehr darum, dass durch einen Krieg Bomben und Raketen in Deutschland einschlagen würden. Das THW müsse sich vielmehr auf hybride Bedrohungen, Desinformationskampagnen und Sabotageaktionen auf kritische Infrastruktur einstellen. Dazu gehöre beispielsweise der Stromausfall in Berlin. "Das müssen wir in unsere Ausbildung mit einfließen lassen."
THW sieht sich für Krisen gut vorbereitet
Auch wenn es immer Verbesserungsmöglichkeiten gebe, sieht sich das THW für mögliche Krisenszenarien gut vorbereitet. Gerade der Fahrzeugpark sei in den vergangenen Jahren deutlich modernisiert worden, sagt Peter Buß: "Wir haben in dieser Woche die ersten drei von 66 Unimogs übernehmen können, die das THW für die Fachzüge Logistik bekommt." Dabei handele es sich um geländegängige Fahrzeuge, die bei Rettungsaktionen nach extremen Wetterereignissen eingesetzt würden - so wie beispielsweise nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 im Ahrtal.
Bundesweit 200 THW-Neubauprojekte
Neben Investitionen in den Fahrzeugpark werde das THW die Gelder aus dem "Pakt für Bevölkerungsschutz" auch für die Unterbringung der ehrenamtlichen Helfer nutzen: "Bundesweit sollen in den kommenden Jahren ungefähr 200 Ortsverbände neu gebaut werden." Das diene der Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes.
Keine Nachwuchsprobleme beim THW
Zufrieden zeigt man sich beim THW mit der Nachwuchsgewinnung. Viele Menschen wollten sich engagieren, freut sich Peter Buß. Das hänge wahrscheinlich auch mit der weltpolitischen Lage zusammen. Deshalb würden viele Bürger den "Weg ins Ehrenamt" finden. Bei der Nachfrage gebe es allerdings ein Stadt-Land-Gefälle: "In den Ballungsgebieten ist die Nachwuchsbildung relativ einfach. Es gibt teilweise sogar Wartelisten in den TWH-Ortsverbänden, weil nicht alle Interessenten aufgenommen und ausgebildet werden können." Im ländlichen Bereich sei es schwieriger. Diese Erfahrung mache jedoch nicht nur das THW. "Das geht der freiwilligen Feuerwehr ganz genauso."
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