Unter dem Titel "Exit Einsamkeit" beleuchtet SWR Aktuell Wege aus der Einsamkeit. Ein schönes Beispiel ist das Projekt "AnsprechBar" im Raum Koblenz. Es richtet sich an Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Einmal im Monat trifft sich die Gruppe in Bars in Koblenz, Neuwied, Andernach oder Mendig. Das Treffen ist offen für alle, unabhängig von Religion oder Konfession. Bars seien bewusst als Treffpunkt gewählt, sagt Pastoralreferent Christopher Hoffmann, einer der Gründer. Die Hemmschwelle sei gering, und wer möchte, könne einfach nach einem Getränk wieder gehen. Viele Teilnehmende finden das Angebot über Social Media.
Aus einer Idee werden Freundschaften
Hoffmann gründete das Projekt 2018 gemeinsam mit Kollegin Elisabeth Zenner. Heute kommen je nach Abend bis zu 20 Menschen, manche regelmäßig, andere zum ersten Mal. Daraus sind Freundschaften entstanden und Paare haben zueinander gefunden.
Da sind viele junge, nette Menschen, die offen sind und das zieht dann auch wieder Menschen an
Ergänzend gibt es noch einen digitalen "Barhockerabend", der aus der Corona-Zeit stammt und weiterhin genutzt wird, etwa von Menschen, die inzwischen weiter weg wohnen. Mehr zum Projekt "AnsprechBar" erzählt Christopher Hoffmann im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex.
Projekt am Ulmer Kuhberg Immer mehr Menschen fühlen sich einsam: Gemeinschaftliches Wohnmodell als Chance?
Jeder Dritte in Baden-Württemberg fühlt sich einsam. In Ulm hat eine Frau einen Weg gefunden, zusammen mit ihren Nachbarn weniger allein zu sein. Kann auch die Politik helfen?