Romantasy, Dark Romance und New Adult: Bücher für eine "Generation Twilight"

"Romantasy" ist die Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte. Bücher, wie "Fourth Wing" von Rebecca Yarros, sind Bestseller. Erzählen sie aber auch neue Geschichten?

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Die Marktforschung der Verlage hat zur Frankfurter Buchmesse ihren vorläufigen, internationalen Report für 2025 vorgestellt und siehe da: Neben Krimis haben sich Romantasy-Titel, wie Rebecca Yarros' "Empyrean"-Reihe oder Sarah J. Maas' "Das Reich der sieben Höfe"-Reihe gut verkauft. In zahlreichen Ländern habe die TikTok-Community "BookTok" diese und viele weitere Autorinnen und Titel zu Bestsellern gemacht.

"Romantasy" für Verleger kein neues Phänomen

Für Erik Schreiber kommt der Hype zum jetzigen Zeitpunkt überraschend. Er ist Verleger und Mitglied in einem Fantasy-Buchclub. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler sagt er, die Kombination aus Fantasy-Elementen und romantischen Geschichten sei keine neue Erfindung. Seit 1981 gebe es solche Literatur. Stephenie Meyer habe mit ihrer "Bis(s)"-Reihe - im Original "Twilight" - über die Liebesgeschichte zwischen einer Frau und einem Vampir das Format sehr erfolgreich fortgeschrieben.

Die Damen, die das damals gelesen haben, schreiben einfach nur das weiter, was damals angefangen worden ist.

Es sei hier eine Art neues Genre entstanden, das sich zwar bereichert durch Elemente aus der Fantasy-Welt, aber nicht zur klassischen Fantasy-Literatur gehöre. Insgesamt sei der Markt aber sehr unübersichtlich geworden, da viele Veröffentlichungen inzwischen nicht mehr über traditionelle Verlage erschienen.

Drückt Self-Publishing-Trend die literarische Qualität?

Schreiber, der selbst einen Verlag betreibt, sagt, er bekomme viele Manuskripte angeboten, die schlecht geschrieben seien. Sie enthielten auch zum Beispiel logische Fehler im Handlungsstrang. Spreche er solche Schwachstellen an, begegneten Autorinnen und Autoren oft mit Unverständnis. In ihren Augen sei ihr Roman "so toll - die Familie sagt auch, der ist super toll geschrieben - aber darauf kann man sich nicht verlassen", so der Verleger. Die Leute gingen dann aber zu "Books on Demand" oder Amazons "CreateSpace" und veröffentlichten ihre Bücher selbst. Diesen Trend kritisiert Schreiber: "Das ist eine große Menge, die da auf den Markt kommt, aber die Qualität lässt zu wünschen übrig."