Teurer Diesel: Muss der Bus bald im Depot bleiben?

Die Energiepreise bleiben hoch. Das trifft viele Autofahrerinnen und Autofahrer. Bald könnte sich das aber auch im ÖPNV zeigen.

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Der Öffentliche Nahverkehr muss möglicherweise Busverbindungen streichen - vor allem auf dem Land. Das hat Verbandssprecher Alexander Möller gesagt. Grund seien die hohen Spritpreise in Folge des Iran-Kriegs. Laut Möller liegen die Mehrkosten pro Monat im sechsstelligen Bereich. Der Verband fordert finanzielle Hilfe vom Staat. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass gerade die kleineren Bus-Unternehmen, die Pendler und Schüler befördern, den Betrieb einstellen.

Baden-Württemberg

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Überland-Busse, die von Fahrgeld-Einnahmen leben, in Baden-Württemberg betroffen

Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Gerald Pinkenburg klagt Yvonne Hüneburg, Geschäftsführerin beim Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen: "Die Kosten explodieren binnen weniger Tage, aber die Einnahmen bleiben gleich." Selbst im Vergleich zur Energie-Krise zu Beginn von Russlands Vollinvasion in der Ukraine seien die Preise in kürzester Zeit auf ein noch höheres Niveau geklettert. Auf dem Land seien viele Buslinien direkt durch das Geld finanziert, das Reisende für die Fahrt bezahlten - hier seien die Steigerungen der Kosten für die Betreiber besonders hart: "Linien, die stark am Schülerverkehr ausgerichtet sind, sind auch die Linien, die sich überwiegend aus den Fahrgeld-Einnahmen finanzieren." Da drohe im Moment das größte Risiko.

Inflation steigt infolge der hohen Energiepreise

Die durch den Iran-Krieg steigenden Energiepreise schlagen auf die Verbraucherpreise in Deutschland durch. Nach ersten Zahlen stieg die Inflationsrate beispielsweise in Baden-Württemberg um 0,7 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent. Laut dem ifo-Institut für Wirtschaftsforschung wollen einige Unternehmen ihre Preise anheben.

Betroffen sind unter anderem auch Bau, Gastronomie und Einzelhandel

Durch den Krieg haben sich Rohöl, Gas und Strom verteuert, weil wichtige Transportwege, wie die Straße von Hormus, stark beeinträchtigt sind. Das erhöht die Transportkosten nicht nur im ÖPNV, sondern auch im Güterverkehr. Unternehmen, die diese Kosten nun weitergeben wollen, gehören teils zur Industrie, aber auch zur Baubranche, zur Gastronomie oder zum Einzelhandel.