"Wir wollten uns nicht auf die Straße kleben und meckern, sondern etwas schaffen, was unsere Wirtschaft wieder nach vorne bringt", sagt Laura Weber, Start-up-Unternehmerin und eine der Gründerinnen des mittlerweile 3. Summits in SWR Aktuell.
"Unser Land hat den gesunden Menschenverstand verloren"
Ausschlaggebend für die Idee, das Treffen ins Leben zu rufen, sei die Unzufriedenheit mit der Politik: "Unser Land hat den gesunden Menschenverstand verloren. Es lohnt sich nicht mehr zu arbeiten", sagt Weber. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlten zu viele Steuern und Sozialabgaben. Hinzu komme, dass es eine "enorme Bürokratie und Überregulierung" gebe.
"Der Sozialstaat braucht eine starke Wirtschaft"
Webers Ansicht nach liegt der Fokus eher auf dem Sozialstaat, anstatt auf einer starken Wirtschaft. "Dabei ist eine starke Wirtschaft nötig, um überhaupt einen Sozialstaat zu finanzieren." Es müsse sich wieder lohnen, etwas zu leisten.
Innovation zu den Weltmarktführern bringen
Veranstaltungsort des Zukunftswiesen-Summit ist die Arena Hohenlohe in Ilshofen bei Schwäbisch Hall. Kein Kongresscenter in Frankfurt, keine Berliner Start-up-Messe, heißt es in der Pressemitteilung.
Die meisten Veranstaltungen, zu denen wir Start-ups gehen, sind in Berlin oder München. Aber der Mittelstand im Südwesten ist in der Region Hohenlohe der Weltmarktführer. Wer die Menschen hier kennt, weiß, dass wir alles hier haben. Für uns war klar: Wir müssen die Innovation zu den Weltmarktführern bringen und nicht die Weltmarktführer zu der Innovation. Deshalb werden wir nicht nach München oder Berlin abwandern.
Zu dem Zukunftswiesen-Summit werden Führungskräfte renommierter Unternehmen wie Würth, Festo und SAP erwartet. Was der Mittelstand von den Start-ups lernen kann und umgekehrt, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler mit Laura Weber gesprochen.