Tag der unbekannten Ausbildungsberufe: Diese Jobs haben Karriere-Potential

Was arbeitet eine Orthopädietechnikmechanikerin? Wie sieht der Berufsalltag eines Geomatikers aus? Das wissen nur wenige. Am Tag der unbekannten Ausbildungsberufe sollen seltene Jobs beworben werden. Die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt stellt solche Berufe heute vor. Woran liegt es, dass diese Berufe unbekannt sind?

Teilen

Stand

Nach Ansicht von Andreas von Hackewitz, Teamleiter der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, liegt es vor allem daran, wie sich die jungen Menschen informieren: "Verkäufer oder Bäcker sieht man jeden Tag. Wenn aber Leute im Hintergrund arbeiten, sind deren Berufe nicht so im Fokus. Die jungen Menschen orientieren sich daran, was die Eltern, Freunde und Bekannte machen - diese Berufe sind dann vertrauter, man sieht sie im Alltag."

Dabei werden die Ausbildungsberufe laut Hackewitz nicht nur von Mini-Unternehmen, sondern von großen Unternehmen angeboten: "Zum Beispiel bietet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Beruf des Umwelttechnologen an, Pneuhage den des Mechanikers für Reifen- und Vulkanisationstechnik und die Stadt Karlsruhe den des Feinwerkmechanikers. Es sind schon große Unternehmen und auch öffentliche Verwaltungen, die diese Berufe anbieten."   

Die Chancen auf einen seltenen Ausbildungsplatz sind allerdings nicht automatisch besser, sagt Hackwitz.

Man hat aber später super Karriere-Chancen, weil die Konkurrenz viel kleiner ist als bei bekannten Berufen.

Der Berufsberater und sein Team empfehlen jungen Menschen passende Ausbildungswege. Doch die meisten entscheiden sich für klassische Ausbildungsberufe. Das könne ein wenig an der Angst liegen, dass die Leute nicht wüssten, worauf sie sich einlassen, sagt Hackewitz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich

Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Stefan Eich
Stefan Eich steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Michael Paufler