Nach Unwettern über Baden-Württemberg: Wie geht es weiter?

Hagelkörner, so groß wie Tennisbälle - zertrümmerte Scheiben - Radlader im Einsatz: Unwetter toben über dem Südwesten. Wie lange noch?

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Stand

In Teilen Baden-Württembergs haben Unwetter und Starkregen zu umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen geführt. In Reutlingen musste die Feuerwehr am späten Nachmittag und Abend laut Polizei 17 Mal ausrücken. Dort waren auch Keller vollgelaufen. Verletzt wurde niemand.

In Lichtenstein im Kreis Reutlingen ist im Dachstuhl eines Gebäudes ein Feuer ausgebrochen, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen hat. Auch in der Bodenseeregion hatte es gestern wegen Unwettern viele Feuerwehreinsätze gegeben.

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Unwetter bleiben bis zum Wochenende

"Ganz vorbei ist es noch nicht", sagt Meteorologe Hartmut Mühlbauer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. "Das geht noch bis Freitagabend und die Nacht auf Samstag hinein."

Der Donnerstag verlaufe allerdings voraussichtlich anfangs eher ruhig. An den meisten Orten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scheine den ganzen Tag die Sonne. Erst gegen Abend tauchten örtlich neue Gewitter auf. Der Freitag sei dann verbreitet gewittrig und sehr schwül, örtlich mit neuer Unwettergefahr.

Vorhersagen seien zuverlässig – gerade bei Gewittern aber schwierig

Im Großen und Ganzen lieferten die Wetter-Modelle zuverlässige Vorhersagen, sagt Mühlbauer. Er räumt aber auch ein: "Gerade gestern waren diese Gewitter sehr kleinräumig. Da sind ein paar Hundert Meter entscheidend." Deswegen entstehe manchmal der Eindruck falscher Vorhersagen. Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes erfolgten landkreisgenau – Landkreise seien aber mitunter recht groß. So könne es sein, dass in einem Ort schwerer Hagel niedergehe und einen Ort weiter gar nichts passiere.

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Das Interview führte
Andreas Fischer
Porträtfoto von Andreas Fischer
Onlinefassung
Sebastian Felser
Sebastian Felser steht im Gang eines SWR-Gebäudes.