Der US-Präsident sehe sich wachsendem Unmut in der Bevölkerung ausgesetzt, erläutert die Journalistin. Hauptgrund dafür seien die seit Beginn des Irankriegs explodierenden Spritpreise. Mit der Waffenruhe habe Trump vorläufig einen Ausweg aus der verfahrenen Situation gefunden. Hätte er seine Drohungen nämlich wahr gemacht und den Iran "zurück in die Steinzeit gebombt", damit "eine ganze Zivilisation untergehen werde", wären die Energiemärkte wohlmöglich kollabiert. Für einen solchen Militärschlag wäre der massive Einsatz von Bodentruppen in der Region notwendig gewesen, was in den Vereinigten Staaten nur schwer durchsetzbar gewesen wäre. "Denn der Krieg ist in den USA massiv unpopulär", ergänzt Anne Schneider.
Kurz vor Ablauf von Trumps Frist USA und Iran kündigen zweiwöchige Feuerpause an
Kurz vor Ablauf von Präsident Trumps Ultimatum haben sich die USA und Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die Straße von Hormus soll Iran zufolge mit bestimmten Einschr…
Was wurde für die Waffenruhe vereinbart?
Bei der Feuerpause handele es sich um ein zweiwöchiges Aussetzen der Kampfhandlungen, sagt die USA-Korrespondentin. Es sei eine "Auszeit", um Verhandlungen aufzunehmen. Ein Abzug der US-Truppen erfolge jedoch nicht. "Die Region ist weiterhin massiv aufgerüstet." Wenn es keine Einigung gebe, könne der Krieg sofort von neuem beginnen. Grundlage für Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, die am Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen sollen, ist ein iranischer Zehn-Punkte-Plan. Der ist laut Donald Trump "eine ganz gute Arbeitsgrundlage für die Gespräche". Es handele sich aber nicht um eine "akzeptierte Einigung".
Wie realistisch ist der Zehn-Punkte-Plan?
Der iranische Zehn-Punkte-Plan sieht nach Angaben iranischer Staatsmedien vor, dass die USA dem Iran die Anreicherung von Uran erlauben. Außerdem sollen alle US-Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. "Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die USA dem zustimmen", sagt die ARD-Korrespondentin in Washington. "Die Vereinigten Staaten haben diesen Krieg begonnen, um zu verhindern, dass der Iran die Atombombe entwickelt." Ähnlich äußerten sich US-Experten. Sie zweifelten an, dass Präsident Donald Trump den iranischen Zehn-Punkte-Plan überhaupt gesehen habe.
Krieg im Nahen Osten ++ Vance warnt Iran vor Bruch der Waffenruhe ++
US-Vizepräsident Vance hat Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte Teheran die Waffenruhe brechen. Die Mullahs wiederum werfen Washington vor, gegen mehrere Punkte der Einigung zu v…