Mit der Familie oder Bekannten über Geld zu reden, ist vielen unangenehm. Gleiches gilt für das Gespräch über den Tod. Und doch ist beides wichtig - auch, um seinen Nachlass zu regeln. Schwierig beim Erben wird es nämlich dann, wenn nichts geregelt ist.
Streit lasse sich verhindern, sagt Rechtsanwältin Karina Matulic-Neb, die gemeinsam mit Kollegen in einer Kanzlei in Villingen-Schwenningen im Erbrecht tätig ist. Sie empfiehlt mit der Familie zusammenzusitzen und sich über ein Testament und die Erbfolge zu unterhalten, sodass alle einbezogen sind und Einigkeit besteht. "In diesem Rahmen kann man einen Erbvertrag aufsetzen, an dem Ehegatten und Kinder beteiligt sind, sodass jeder seine Zustimmung zur Aufteilung nach dem Tod abgibt", so Matulic-Neb. Alternativ könne man einen Nachlassverwalter beauftragen.
Testament verfassen und kommunizieren
Es sei wichtig, sich mit seinem Nachlass zu beschäftigen. "Je früher man damit anfängt, desto schneller hat man es hinter sich und man hat die Sicherheit, dass dann alles verläuft, wie man es eigentlich möchte", so die Expertin für Erbrecht. Gleichzeitig sei es wichtig alle paar Jahre erneut über das Testament zu schauen, da sich Personen und Lebenssituationen veränderten.
Allerdings lässt sich nicht nur Vermögen, sondern auch Schulden vererben. Wie man als Erbe damit umgehen kann, erklärt Rechtsanwältin Matulic-Neb im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.