Verband hofft auf bilaterale Gespräche

US-Zölle bereiten BW-Pharmaindustrie Sorgen

Weil der US-Markt ein "sehr bedeutender" ist, fürchten Pharmakonzerne aus BW Zölle des Präsidenten Trump. Zudem machen die hohen Energiekosten der Branche zu schaffen.

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Hohe Energiepreise, belastende Bürokratie und Donald Trump: Die Pharma- und Chemieindustrie in BW erwartet im laufenden Jahr keine Besserung der konjunkturellen Lage. Nach einer Umfrage erwarten knapp die Hälfte der Konzerne fallende Gewinne und steigende Verluste. Ausschlaggebend dafür soll auch der neue US-Präsident sein.

Pharmaunternehmen aus BW fürchten US-Zölle

Denn die jüngste Androhung des Republikaners Trump, Zölle auf Pharma-Produkte zu erheben, verunsichert die Branche. Unternehmen aus Baden-Württemberg hätten im vergangenen Jahr sieben Milliarden Euro Umsatz in den USA gemacht, erläutert Martin Haag, BW-Landesvorsitzender des Verbands der Chemischen Industrie.

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"Die Hoffnung auf bilaterale Handelsabkommen ist groß", sagt Haag. Zudem müsse die neue Bundesregierung einen industriepolitischen Neustart einleiten. Dahingehend fordert der Verband unter anderem sinkende Energiekosten: Nicht nur im Vergleich zu USA und China, sondern auch im europäischen Vergleich seien die Preise in Deutschland hoch.

Arbeitgeberverband: konjunkturelle Wende erst Ende 2025

Der Arbeitgeberverband Chemie fordert zudem eine Abkehr der Überregulierung. "Wir brauchen einen Rahmen, in dem wir uns bewegen und dann können wir Unternehmen vieles selbst richten", sagt der Patrick Krauth, BW-Vorsitzender der Arbeitgeberverbands zum Thema Bürokratieabbau. Eine konjunkturelle Wende sieht der Verband erst zum Ende des Jahres.

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