Ausstellung im SWR Studio Freiburg

Foto-Ausstellung im SWR Studio Freiburg zum Genozid von Srebrenica

Die Ausstellung "Unsere Sicht - 12 Frauen aus Srebrenica" erinnert an den Genozid in Srebrenica während des Bosnienkriegs. Das Ausstellung ist von der Frauenrechtsorganisation AMICA.

Teilen

Stand

Von Autor/in Robert Wolf

Zum 30. Jahrestag des Genozids von Srebrenica zeigt die Frauenrechtsorganisation AMICA im SWR Studio Freiburg das Fotoprojekt "Unsere Sicht - 12 Frauen aus Srebrenica". Die Fotografin Barbara Hartmann hat dafür seit dem Jahr 2000 zwölf Frauen begleitet, die den Bosnienkrieg und den Völkermord während des Krieges erlebt und überlebt haben.

Details aus der Ausstellung "Unsere Sicht - 12 Frauen aus Srebrenica" im Foyer des SWR Studio Freiburg.
Die Ausstellung zu Srebrenica beschäftigt sich mit der weiblichen Perspektive auf den Bosnienkrieg. Gezeigt wird der Alltag der zwölf Frauen und wie der Krieg diesen verändert hat.

Die Ausstellung zeigt private Aufnahmen, die den Alltag und das schmerzvolle Erinnern der Frauen dokumentieren. Die bosniakischen und serbischen Frauen waren zum Teil vor dem Krieg Nachbarinnen und begegneten sich später in einem Versöhnungsprojekt von AMICA e.V.. Die Fotoausstellung wolle die weibliche Perspektive auf den Bosnienkrieg und das Ringen um Versöhnung zeigen, so die Frauenrechtsorganisation.

Ausstellung im SWR Studio Freiburg bis Ende Juli

"Unsere Sicht - 12 Frauen von Srebrenica" ist vom 3. bis zum 25. Juli im Foyer des SWR Studio Freiburg in der Kartäuserstraße zu sehen. Zur Eröffnung findet am 3. Juli um 18 Uhr eine Vernissage mit der Fotografin und Initiatorin des Projekts Barbara Hartmann statt.

Am 9. Juli um 19 Uhr gibt es ein Podiumsgespräch im Schlossbergsaal des Freiburger Studios. SWR-Studioleiter Christoph Ebner wird dabei mit der Zeitzeugin Selma Jahic, der Kunsthistorikerin Petra Bopp sowie mit Marlene Weck von AMICA über das Erinnern an Srebrenica sprechen.

Der Screenshot vom niederländischen Fernsehen zeigt holländische UN-Soldaten vor hunderten von muslimischen Zivilisten, die aus dem nahegelegenen Srebrenica vor serbischem Terror geflüchtet waren. Unter Leitung von General Mladic hatten die Serben die damalige UN-Schutzone am 11. Juli 1995 eingenommen. Die niederländischen Blauhelme Dutchbat hatten den Angreifern die Enklave kampflos überlassen.
Der Screenshot vom niederländischen Fernsehen zeigt holländische UN-Soldaten vor hunderten von muslimischen Zivilisten, die aus dem nahegelegenen Srebrenica vor serbischem Terror geflüchtet waren. Unter Leitung von General Mladic hatten die Serben die damalige UN-Schutzone am 11. Juli 1995 eingenommen. Die niederländischen Dutchbat-Blauhelme hatten den Angreifern die Enklave kampflos überlassen. picture alliance/-/EPA/ANP/TV/dpa

Beim Völkermord von Srebrenica starben über 8.000 Menschen

Der Genozid von Srebrenica jährt sich im Juli zum 30. Mal. 1995 ermordeten bosnisch-serbische Truppen in Srebrenica über 8.000 muslimische Jungen und Männer. Die restliche muslimische Bevölkerung wurde anschließend deportiert. Viele der Frauen, die in der Ausstellung zu sehen sind, verloren in Srebenica ihre Angehörigen. Der Genozid von Srebrenica gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Bosnienkrieg dauerte von 1992 bis Ende 1995.

AMICA e.V. wurde während des Bosnienkriegs gegründet

Die Geschichte von AMICA e.V. ist eng mit dem Bosnienkrieg verbunden. Die Frauenrechtsorganisation wurde in Freiburg 1993 während des Bosnienkrieges gegründet. AMICA unterstützt Frauen in Krisen- und Kriegsregionen und setzt sich unter anderem für den Schutz gewaltbetroffener Frauen sowie die Friedenssicherung und die Gleichberechtigung der Geschlechter ein.