Der Schwarzwald zeigt sich aktuell tief verschneit - ein Paradies für Wintersportlerinnen und Wintersportler. Die 50 Zentimeter Neuschnee sind aber auch mit Risiken verbunden. Wie die Bergwacht Schwarzwald auf Anfrage des SWR mitteilte, herrscht derzeit an einigen Stellen Lawinengefahr. Betroffen sind Bereiche rund um den Feldberg und die Hornisgrinde im Nordschwarzwald.
Wo die Lawinengefahr im Schwarzwald am größten ist
Einen offiziellen Lawinenlagebericht gibt es für den Schwarzwald nicht. Generell sei die Lawinengefahr in der Region nämlich deutlich geringer als andernorts, so der Landesvorsitzende der Bergwacht Schwarzwald Adrian Probst. Dennoch gelte auch hier: Viel Schnee bei starkem Wind erhöhe die Gefahr für Lawinen und abbrechende Wechten.
Besonders gefährdet seien einige Stellen rund um den Feldberg. Dazu gehören der Seebuck-Gipfel mit seiner Wechte in Richtung Feldsee, der Weg vom Feldberg-Gipfel zur Zastler Hütte, der Baldenweger Buck und die Wechte am Herzogenhorn.
Lebensgefahr durch Wechten
Wechten sind durch den Wind angewehte, überhängende Schneemassen. Oft bilden sie sich an Steilhängen. Wechten können mehrere Meter hoch sein und bei Belastung abbrechen. Auch wenn sie keine Lawinen auslösen, herrsche für Menschen darauf und darunter Lebensgefahr, so Probst.
Am höchsten Berg des Nordschwarzwalds – der Hornisgrinde (Ortenaukreis) – habe sich die Lawinengefahr durch den Schneefall ebenfalls erhöht, sagt der Landesvorsitzende der Bergwacht Schwarzwald. In allen genannten Gefahrenzonen sei Ski- und Snowboardfahren aber ohnehin verboten.
Wie können sich Wintersportler schützen?
Die Bergwacht empfiehlt deshalb: Beim Skifahren auf der Piste bleiben. Skitourengänger sollten den markierten Routen folgen. Wer sich bei der aktuellen Lage an diese Regeln hält, sei vor Lawinen sicher, so Probst.
Damit der Tag im Schnee ein Erfolg wird, gilt laut Bergwacht Schwarzwald außerdem: Skitouren und Wanderungen den eigenen Fähigkeiten anpassen und im Zweifelsfall frühzeitig die Bergwacht kontaktieren. Das Handy sollte vor dem Ausflug immer voll geladen sein. "Es ist besser, uns zu früh als zu spät zu rufen", so Probst. Wer die Hilfe der Bergwacht braucht, erreicht sie unter der Notrufnummer 112.