Wildtierrettung

Küken aus dem Gulli: Hilfe von den Tierpflegern

Sieben Stockenten wurden aus einem Kanalschacht in Offenburg gerettet. Jetzt erholen sie sich bei der Wildtierrettung. Von ihren Eltern fehlt jede Spur.
 

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Von Autor/in Christine Veenstra

Ohne fremde Hilfe hätten sie wohl nicht überlebt: Sieben kleine Stockentenküken waren Ende Juni in Offenburg im Industriegebiet Elgersweier in einen Kanalschacht gefallen. Mehr als einen Meter unter der Straßendecke saßen die Entenkinder fest. Ein Fernfahrer hatte Hilfe gerufen, weil er aus einem Kanalschacht ein Piepen hörte. Die Offenburger Feuerwehr konnte sie schließlich retten. Nun erholen sich die Küken bei der Tierhilfs- und Rettungsorganisation Neuried-Ichenheim (Ortenaukreis).

Küken im Gulli vor der Sonne geschützt

"In dem Gulli ist ein Schmutzfangkorb und in diesem Schmutzfangkorb saßen die Küken dicht an dicht", sagt Wolfgang Schreiber von der Offenburger Feuerwehr. Immerhin: Im Schacht waren die Entchen vor der Sonne geschützt.

Die Entenküken in ihrem Gehege in Neuried.
Bei der Tierrettungsorganisation Neuried-Ichenheim werden die kleinen Stockenten noch bis zum Herbst bleiben. Dann sollen sie ausgewildert werden.

Weil die Elterntiere nirgends zu sehen waren, landeten die Küken also bei den Tierrettern in Neuried. Daniela Albrecht kümmert sich dort um sie. Drei, vier Wochen seien die Küken alt, so schätzt sie.

Daniela Albrecht.
Daniela Albrecht kümmert sich bei der Tierhilfs- und Rettungsorganisation in Neuried-Ichenheim um die Entenkinder.

Ausgewildert werden die Enten erst, wenn sie ihr komplettes Gefieder haben - voraussichtlich im September oder Oktober. "Das dauert noch eine Weile, aber die Zeit vergeht schnell", so Daniela Albrecht.

Tierfreunde: Entchen sollen wild bleiben

Bis dahin bekommen die Tierkinder zweimal täglich Körnerfutter, Wasser und Salat. Abends werden sie in ein Gebäude gebracht, wo ihnen keine Raubtiere gefährlich werden können. Wie für alle Tiere in der Station, die später wieder ausgewildert werden, gilt auch für die Enten: Sie sollen möglichst wenig Kontakt zum Menschen haben. "Sie sollen Wildtiere bleiben", so Daniela Albrecht.

 

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Christine Veenstra
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