Feuerwehr musste Löschschaum einsetzen

Großbrand in Papierfabrik Koehler in Kehl: Wenn Wasser nicht mehr wirkt

Auf dem Gelände der Papierfabrik Koehler in Kehl hat es in der Nacht gebrannt. Trotz starker Rauchentwicklung bestand wohl keine Gefahr für die Bevölkerung.

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Von Autor/in Paulina Flad, Ulf Seefeldt

In der Nacht auf Freitag hat ein Brand in der Papierfabrik Koehler am Kehler Hafen (Ortenaukreis) einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Laut Mitteilung der Stadt Kehl wurde niemand verletzt. Auch für die Bevölkerung bestand keine Gefahr. Wegen der Geruchsentwicklung sollen jedoch weiterhin Fenster und Türen geschlossen sowie Lüftungsanlagen abgeschaltet bleiben.

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren laut der Stadt Kehl im Einsatz - darunter auch die Koehler-Werksfeuerwehr sowie Einsatzkräfte aus benachbarten Gemeinden. Der Brand war in einer Förderanlage zwischen den 27 Meter hohen Silos des kleineren Biomasseheizkraftwerks ausgebrochen.

Brand in der Papierfabrik Koehler in Kehl: Der Brandort in der Förderanlage war nur schwer zugänglich.
Der Brandort in der Förderanlage war nur schwer zugänglich. Annette Lipowsky, Stadt Kehl

Wasser zeigte keine Wirkung

Mit 2.500 Litern Wasser versuchten die Einsatzkräfte den Brand in der Förderanlage zu löschen - jedoch ohne Erfolg. Laut Viktor Liehr, dem Feuerwehrkommandanten von Kehl, war dies eine außergewöhnliche Situation:

Dass Wasser gar keinen Erfolg bringt, das habe ich so noch nicht erlebt.

Die Flammen wurden schließlich mit einem fluorfreien Schaummittel gelöscht. Um zu verhindern, dass Löschwasser ins Hafenbecken gelangt, wurde laut Stadt gleich zu Beginn des Einsatzes am Donnerstagabend das Schuttermühlkanalpumpwerk abgeschaltet.

Löschschaum wird in Hafenbecken abgeleitet

Am Freitagmorgen wurde das Pumpwerk wieder geöffnet und die Technischen Dienste begannen damit, das Löschwasser kontrolliert ins Hafenbecken abzuleiten. Dabei könne es zu einer geringfügigen Schaumbildung auf der Wasseroberfläche kommen, so die Stadt. Der Schaum sei aber biologisch abbaubar, das Vorgehen mit der Unteren Wasserbehörde des Landratsamts Ortenaukreis abgestimmt.

Große Rauchwolke über Kehler Hafen

Ein Großbrand ist in der Nacht auf Freitag auf dem Gelände der Papierfabrik Koehler ausgebrochen.
Ein Großbrand ist in der Nacht auf Freitag auf dem Gelände der Papierfabrik Koehler ausgebrochen. Aufgrund einer starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die NINA-Warnapp informiert. Annette Lipowsky, Stadt Kehl

Über dem Kehler Hafen war in der Nacht zeitweise eine große Rauchwolke zu sehen. Ein Erkundungsfahrzeug aus Lahr führte deshalb umfangreiche Messungen durch. Das Ergebnis: Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, so die Feuerwehr.

Die Löscharbeiten dauerten am Freitagmorgen noch an.Trotz des Brandes und der laufenden Löscharbeiten konnte die Papierfabrik ihren Produktionsbetrieb ungestört fortsetzen.

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Paulina Flad
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Ulf Seefeldt
Ulf Seefeldt mit Mikrofon in der Hand im SWR Studio Offenburg

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