Wer ein Bad eingerichtet hat, kennt seinen Namen: Klaus Grohe, langjähriger Chef des Armaturenherstellers Hansgrohe im Schwarzwald, ist tot. Er starb bereits am 3. Januar im Alter von 88 Jahren, wie das Unternehmen aus Schiltach (Kreis Rottweil) bestätigte.
Hansgrohe zur Weltmarke gemacht
Klaus Grohe war der jüngste von drei Söhnen des Firmengründers und prägte das Familienunternehmen fast fünf Jahrzehnte lang. 1968 trat er nach seinem Studium in den Betrieb seines Vaters ein. Ab 1999 leitete er Hansgrohe als Vorstandsvorsitzender, von 2008 bis 2015 war er Aufsichtsratsvorsitzender. Unter seiner Führung wuchs das Unternehmen zu einem Global Player der Sanitärbranche und einem "Hidden Champion" mit weltweiter Marktmacht. 2024 erzielte die Hansgrohe Group einen Umsatz von 1,387 Milliarden Euro.
Würdigung durch das Unternehmen
"Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte", würdigte Vorstandschef Hans Jürgen Kalmbach. Grohe habe das Unternehmen maßgeblich geprägt, seine Handschrift sei bis heute sichtbar.
Vermächtnis und Familie
Laut dem "Bilanz"-Magazin gehörte Klaus Grohe 2017 zu den 500 reichsten Deutschen. Seine vier Söhne sind ebenfalls geschäftlich aktiv, unter anderem über Beteiligungen an regionalen Unternehmen. Bis heute prägt Grohes Lebenswerk die Branche und die Marke Hansgrohe weltweit.