Das winterliche Sturmtief "Elli" wirkt sich auch auf den Biathlon-Para-Weltcup auf dem Notschrei (Landkreis Lörrach) aus. Der für Freitag geplante Trainingstag ist aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, wie der SWR erfahren hat. Grund sei eine Wetterwarnung. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen auf den Schwarzwaldhöhen oberhalb von 1.000 Metern.
Verständnis beim Bundestrainer
„Sicherheit geht vor“, sagte der deutsche Bundestrainer Ralf Rombach aus Freiburg. Er finde es zwar schade, dass das Training im Nordic-Center bei Todtnau ausfalle, rechne aber mit keinen großen Nachteilen für die deutsche Mannschaft. Sein Team habe einen Heimvorteil und kenne die Anlage in Todtnau „in- und auswendig“. Für die Entscheidung des Veranstalters, das Training wetterbedingt abzusagen, zeigte er Verständnis.
Rennen am Wochenende sollen stattfinden
Nach einem sportlich guten Auftakt am Donnerstag geht der Bundestrainer optimistisch in das Wochenende: „Ich bin eigentlich sehr zuversichtlich, dass das ein guter Tag wird für uns.“ Am Samstag steht von 11:15 bis 15:45 Uhr für die deutschen Athleten das Verfolgungsrennen an. Am Sonntag beginnt um 10:15 Uhr der Biathlon-Sprint über 7,5 Kilometer.
Schon am Donnerstag fand das Einzelrennen über 12,5 Kilometer statt. Der sehbehinderte Freiburger Nico Messinger konnte dabei einen Heimsieg feiern. Für ihn war es der erste Erfolg im Biathlon-Weltcup seit vier Jahren. Anja Wicker aus Stuttgart fuhr in der sitzenden Klasse mit einem neuen Schlitten auf Rang zwei. Leonie Walter (Freiburg), Gesamt-Weltcupsiegerin von 2025, musste wegen Schulterproblemen kurzfristig aussetzen, Linn Kazmaier (Nürtingen) ging aufgrund technischer Probleme kurz vor dem Start nicht in die Loipe.
Qualifikation für Winterspiele
Für die deutsche Mannschaft geht es beim Weltcup auch um die Startplätze für die Paralympics im März in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Die Biathleten wetteifern in Todtnau in drei Kategorien: In der sitzenden Klasse für Sportler mit Gehbehinderungen im Sitzschlitten, in der stehenden Klasse für Sportler mit beispielsweise einem amputierten Arm und in der Klasse für Sehbehinderungen. Den blinden Biathleten stehen bei den Wettkämpfen sehende Guides zur Seite.