Es war ein bisschen wie das "Who is Who" des südbadischen Spitzensports, das am Dienstagabend am Olympiastützpunkt in Freiburg zusammenkam. Mit dabei: Weltmeister Matthias Ginter vom SC Freiburg, Olympiasiegerin und Weltmeisterin Melanie Behringer - aber auch Nicht-Fußballer wie der ehemalige Radprofi Simon Geschke.
Der prominenteste Gast aber dürfte Joachim Löw gewesen sein. Der Weltmeistertrainer von 2014 darf sich nun "Südbadischer Sportpreis"-Träger nennen. Neben Löw wurden bei der von Olympiastützpunkt, Regierungspräsidium Freiburg und Badischem Sportbund organisierten Veranstaltung auch zahlreiche Spitzensportler aus der Region geehrt. Die Ehrung fand bereits zum 25. Mal statt.
Auszeichnung für Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften
Insgesamt 25 Sportlerinnen und Sportler wurden für ihre Erfolge bei internationalen Meisterschaften im vergangenen Jahr ausgezeichnet. So etwa der Para-Biathlet Marco Maier vom SV Kirchzarten und die Ringerin Elena Brugger aus Rheinfelden (Landkreis Lörrach). Marco Maier hatte bei der Para-Ski-WM im Februar zwei Mal Silber geholt, Elena Brugger gewann im Sommer bei den Militär-Weltmeisterschaften im Ringen sogar die Goldmedaille. Neben dem Para-Sport und Ringen waren bei der Preisverleihung auch Akteure aus dem Radsport und Basketball mehrfach vertreten.
Löw als erster Trainer in Hall of Fame aufgenommen
Als prominentester Preisträger des Abends nahm Joachim Löw vor rund 250 Gästen den Südbadischen Sportpreis entgegen. Die Laudatio auf den gebürtigen Schönauer hielt Tom Bartels, der das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Rio de Janeiro für die ARD kommentierte. Löw sprach von "einer großen Ehre, wenn man in der Heimat so einen Preis verliehen bekommt".
Gerade hier in Freiburg ist das natürlich schön, weil viele Leute hier sind, die mich jahrelang begleitet und unterstützt haben.
Zudem wurde Löw als erster Trainer in die "Hall of Fame" des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald aufgenommen. Doch Löw war sich schnell sicher, dass er dort nicht lange alleine sein wird: Mit Christian Streich habe Freiburg "ja noch einen Trainer, der diese Auszeichnung möglichst bald verdient hätte. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht so lange dauert, bis der Christian auch hier drin ist."
In der "Hall of Fame" befinden sich herausragende ehemalige Sportler-Persönlichkeiten aus der Region, wie etwa der Skispringer Martin Schmitt. Im vergangenen Jahr schafften die ehemalige Fußballerin Melanie Behringer, Biathlet Benedikt Doll und der Nordische Kombinierer Fabian Rießle den Sprung in die "Ruhmeshalle".