Messe Interboot in Friedrichshafen startet

Warum Wassersport weiblicher werden soll

In Friedrichshafen startet am Mittwoch die Interboot. Die Messe versucht in diesem Jahr nach eigenen Angaben gezielt Frauen anzusprechen. Dabei geht es auch ums Geld.

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Stand

Am Mittwoch beginnt in Friedrichshafen (Bodenseekreis) die Messe Interboot. Bis Sonntag zeigen dort rund 350 Aussteller Produkte und Neuheiten aus dem Wassersport, darunter allein mehr als 300 Boote. Die Messe will dabei eine neue Zielgruppe erschließen: Frauen. Der Wassersport sei bisher männlich geprägt, so Interboot-Projektleiter Felix Klarmann gegenüber dem SWR. Das wolle die Messe mit speziellen Angeboten an Frauen ändern.

Erfolgreiche Sportlerinnen wollen bei der Interboot Mädchen ermutigen

Die Seglerinnen Elena Stoltze und Katharina Schwachhofer vom Württembergischen Yachtclub in Friedrichshafen, beide Teil des Perspektivkaders des Deutschen Segelteams, stellen auf der Messe ihren Sport vor. Beide bereiten sich gerade auf eine Olympia-Teilnahme 2028 vor. Die Seglerinnen wollen Mädchen darin bestärken, den Weg aufs Wasser zu wagen.

Seglerinnen Stoltze und Schwachhofer auf der Interboot

Die erfolgreiche Kite-Surferin Alina Kornelli kann schon von einer Olympia-Teilnahme berichten. 2024 war sie in Paris dabei - und sie kommt ebenfalls zur Interboot. Kornelli wird auf dem Messesee Kurse im "Pump Foil" geben. Bei dieser Wassersportart muss man eine Art Surfbrett mit einer Tragfläche darunter durch rhythmische Bewegungen übers Wasser bewegen.

Skipperin gibt bei der Interboot Kurse nur für Frauen

Auf dem Programm der Interboot stehen auch Motorboot-Fahrtrainings speziell für Frauen. Dass diese allesamt ausgebucht seien, zeige, wie groß das Interesse sei, so Projektleiter Felix Klarmann.

Verantwortlich für diese Kurse ist Skipperin und Motorboottrainerin Deike Schütte. Sie hat sich mit Bootskursen nur für Frauen nach eigenen Angaben eine Nische erschlossen. "Wenn nur ein Mann bei einem Kurs dabei ist, egal wie zurückhaltend er ist, verändert sich sofort die Dynamik", so Schütte. Sie sieht Frauen bei vielen Fahrmanövern auf dem Wasser gar im Vorteil. "Frauen fahren weniger aggressiv und vorausschauender", sagt Schütte.

Frauen als neue Zielgruppe für Produkte der Branche

Frauen für den Wassersport zu begeistern, ist für die Wassersportbranche aber natürlich nicht nur eine Frage der Gleichstellung. Es geht der auch darum, eine neue Zielgruppe zu erschließen. Die Interboot ist schließlich eine Publikums- und Verkaufsmesse und die Aussteller wollen in Friedrichshafen Geschäfte machen.

Wassersport gilt vielen als elitär. Dieser Vorstellung will die Messe entgegentreten. Es gibt zum Beispiel einen Bereich mit Booten extra für Einsteiger. "Mein erstes Boot", heißt die Sonderschau - wenngleich auch die Schiffe dort schon um die 30.000 Euro kosten. Experten beraten beim Thema Finanzierung, Versicherung und Führerschein.

Ein Junge auf einem Surfbrett
Auf der künstlichen Welle können auch Neulinge das Surfen ausprobieren. Pressestelle Foto: INTERBOOT, Messe Friedrichshafen

Eigener Bereich mit SUPs, Surfbrettern und Kanus

Am günstigsten ist Wassersport per SUP, Surfbrett oder Kleinboot zu haben. Manches können Besucherinnen und Besucher auch direkt vor Ort ausprobieren - zum Beispiel das Surfen. In Halle A5 ist dafür eine Anlage mit einer künstlichen Welle aufgebaut.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Verena Katschker
SWR-Redakteurin Verena Katschker Autorin Bild
Jan Niklas Bauscher
SWR-Redakteur Jan Niklas Bauscher Autor Bild

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