Gegen 4 Uhr am frühen Freitagmorgen war das Feuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Reckerstal, einem Weiler auf der Gemarkung des Igersheimer Ortsteils Harthausen (Main-Tauber-Kreis) ausgebrochen. Direkt neben einem Urlaubs-Reiterhof brannte eine Scheune auf dem Nachbargrundstück voller Stroh und Heu nieder. Noch immer ist die Feuerwehr damit beschäftigt, Glutnester zu löschen. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch bis in den Nachmittag hinein andauern, so der Kommandant der Feuerwehr Igersheim, Max Ikas. Die Brandursache ist bisher nicht bekannt.
Brand neben Urlaubs-Reiterhof in Igersheim: Pferde wohl alle gerettet
Glück im Unglück: Die letzten Feriengäste des angrenzenden Hofes waren am Donnerstag schon abgereist. In der Nacht waren somit alle Ferienwohnungen leer. Aufgrund des Funkenflugs mussten allerdings die Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Häuser diese vorsorglich verlassen.
Das Gebäude wurde durch das Feuer so schwer beschädigt, dass es abgerissen werden muss. Der entstandene Schaden kann derzeit noch nicht beziffert werden, so die Polizei in einer Mitteilung. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde das angrenzende Wohnhaus aber vom Feuer verschont.
Die Tiere auf dem Anwesens konnten laut Kreisbrandmeister Andreas Geyer rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Bewohnerinnen und Bewohner wurden nicht verletzt. Allerdings erlitten zwei Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten Rauchgasvergiftungen und mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Braune, schäumende Flüssigkeit nach Feuer auf Urlaubs-Reiterhof
Durch das Gemisch von Löschwasser und brennendem Heu sei eine braune, schäumende Flüssigkeit entstanden. Die örtliche Kläranlage ist laut Kreisbrandmeister Geyer informiert. Zunächst hatte sich das Löschen des Feuers schwierig gestaltet, hieß es am frühen Morgen von der Feuerwehr. Grund sei die dichte Bebauung vor Ort.
Das Feuer ist mitten in einer Zeit großer Umbauten ausgebrochen, von denen der Reiterhof unter anderem auf Facebook berichtet. Unter anderem sollte dort ein Aktivstall sowie eine Liegehalle für rund 30 Pferde entstehen.