Nach Festnahme in den Niederlanden

Mutmaßliche Automatensprenger von Offenau werden ausgeliefert

In den Niederlanden waren sie gegen Auflagen auf freiem Fuß, jetzt werden sie ausgeliefert: Fünf Männer, die unter anderem einen Geldautomaten in Offenau gesprengt haben sollen.

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Von Autor/in Peter Wedig

Sie sollen für mindestens 21 gesprengte Geldautomaten verantwortlich sein, einer der Automaten war in der Offenauer Markthalle (Kreis Heilbronn) untergebracht: Fünf Männer zwischen 30 und 39 Jahren wurden Ende Juni in den Niederlanden von Spezialeinheiten der Polizei festgenommen. Noch am selben Tag wurden die Tatverdächtigen wieder freigelassen - ganz zum Unverständnis der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sollen die meisten Taten der mutmaßlichen Bande verübt worden sein, deswegen laufen dort die Ermittlungen zusammen. Das Amsterdamer Bezirksgericht hat jetzt entschieden: Die Männer werden nach Deutschland ausgeliefert.

Verdächtige hielten sich an Auflagen

Warum sie in den Niederlanden nicht in Untersuchungshaft kamen, dazu gab es keine Begründung des Gerichts. Es handle sich um eine nicht-öffentliche Entscheidung, sagte eine Sprecherin. Während der Zeit hielten sich aber die Tatverdächtigen laut Gericht an die Auflagen. Außerdem mussten sie auch ihre Pässe abgeben. Alle fünf Männer sind niederländische Staatsbürger, einer von ihnen saß für eine ähnliche Tat bereits im Gefängnis.

Im Vorfeld hieß es, sollte das Gericht die Auslieferung bestätigen, könne diese innerhalb von zehn Tag stattfinden. In Deutschland drohen den Tatverdächtigen bis zu 15 Jahre Haft.

Heilbronn-Franken

Einige Taten auch in Heilbronn-Franken Teils mehrjährige Haftstrafen für Geldautomatensprenger

Das Landgericht Bamberg hat 15 Angeklagte zu Freiheitsstrafen verurteilt. 30 Geldautomaten sollen sie bundesweit gesprengt haben, auch in Heilbronn-Franken.

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