Wegen eines Hangrutsches kann es auf der A6 in Richtung Nürnberg am Wochenende deutlich länger dauern. Zwischen Schwäbisch Hall und dem Rastplatz Kochertalbrücke Süd bei Braunsbach (Kreis Schwäbisch Hall) ist nur eine Spur frei. Bereits seit Freitagmorgen staut es sich in dem Bereich. In der Nacht auf Freitag war an der Stelle ein Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug auf ein stehendes Absicherungsfahrzeug gekracht. Das Führerhaus geriet in Brand, der 45 Jahre alte Fahrer wurde verletzt. Die Autobahn in Richtung Nürnberg war bis gegen 7 Uhr am Freitagmorgen gesperrt.
Erdrutsch an der A6: Bäume müssen gefällt werden
Rund 50 Meter vor der Kochertalbrücke ist am Donnerstagabend ein rund zwölf Meter breites Stück Hang abgerutscht. Betroffen ist der Bereich unterhalb der Autobahn. Am Freitag wurden dort Bäume gefällt, damit das aufgeweichte Erdreich abgetragen werden kann. Auch eine Drohne ist im Einsatz. Laut Geologe Björn Beutinger können damit Temperaturunterschiede erkannt werden. So kann abgeschätzt werden, welcher Bereich noch abgetragen werden muss.
Das Bodenmaterial ist nass wie ein Schwamm.
Aus Sicherheitsgründen darf in Fahrtrichtung Nürnberg deshalb nur ein Fahrstreifen befahren werden. Die Geschwindigkeit wurde auf 80 Kilometer pro Stunde begrenzt. Die Arbeiten sollen wohl das ganze Wochenende andauern.
Führerhaus fängt nach Unfall Feuer: A6 Richtung Nürnberg gesperrt
Die Baustelle wurde in der Nacht auf Freitag einem Lkw-Fahrer wohl zum Verhängnis. Der 45-Jährige krachte mit seinem Lkw auf das Absicherungsfahrzeug. Mit einem Pfeil war darauf kenntlich gemacht, dass man links an der Baustelle vorbeifahren muss. Warum der Fahrer die Baustelle übersah, ist nach Angaben des Sprechers noch nicht geklärt.
Durch die Wucht des Aufpralls geriet das Führerhaus des Lastwagens in Brand. Einsatzkräfte der Feuerwehr Untermünkheim (Kreis Schwäbisch Hall) und Schwäbisch Hall waren rasch vor Ort und konnten das Feuer löschen. Der Fahrer musste in ein Krankenhaus gebracht werden, so der Sprecher weiter. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf insgesamt rund 100.000 Euro.