Gestiegene Kosten, schwache Konjunktur

Würth-Konzern: Deutliche Abstriche beim Gewinn für 2024

Die schwache Konjunktur belastet die Würth-Gruppe in Künzelsau. 2024 hat der Konzern einen starken Rückgang beim Gewinn verzeichnet. Das Umsatzergebnis bleibt dagegen stabil.

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Von Autor/in Luisa Funk

Würth, bekannt vor allem als Handelskonzern für Schrauben und Befestigungstechnik, hat am Mittwoch seine Bilanz für 2024 vorgestellt. Demnach ist der Umsatz leicht um 0,3 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro zurückgegangen. Das Betriebsergebnis ist dagegen stark eingebrochen, um rund 500 Millionen Euro auf 940 Millionen Euro. Laut dem Konzern ist das aber immer noch der vierthöchste Wert der Unternehmensgeschichte.

Besonders in Deutschland, dem größten und wichtigsten Einzelmarkt von Würth, ist der Umsatz geschrumpft, um rund vier Prozent. Im Ausland dagegen erzielte das Unternehmen 1,2 Prozent mehr Umsatz. Vor allem in Südeuropa konnte der Konzern wachsen, mit knapp vier Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

Schwache Konjunktur trifft auch Würth - Milliarden-Investition belastet Ergebnis

Für die Umsatzzahlen macht der Konzern die schwache Konjunktur in der verarbeitenden Industrie verantwortlich. Aber auch gestiegene Kosten seien ein Grund. Der Konzern investierte im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Euro, vor allem in IT-Infrastruktur, Lagerkapazitäten und technische Anlagen, was das Betriebsergebnis belastet, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Zu Beginn des Jahres 2024 war der Konzern noch von einem mittleren einstelligen Wachstum ausgegangen.

Würth will wieder wachsen - vor allem im Bereich Chemie

In diesem Jahr will die Würth-Gruppe wieder wachsen. Dabei setzt der Konzern vor allem auf den Bereich Chemie, der bereits im ersten Quartal 2025 ein deutliches Plus an Aufträgen verzeichnete.

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