Keine konkreten Anschlagspläne

Esslingen: Iraker wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft

Weil er dem "Islamischen Staat" angehören soll, ist ein Mann in Esslingen festgenommen worden. Gegen ihn wurde nun Haftbefehl wegen Terrorverdachts erlassen.

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Der Generalbundesanwalt hat nach SWR-Informationen am Mittwoch in Esslingen einen Mann unter Terrorverdacht festnehmen lassen. Der Mann ist demnach Mitte 20, stammt aus dem Irak und soll seit 2016 dem sogenannten "Islamischen Staat" (IS) angehören. Er kam 2022 aus dem Irak nach Deutschland.

Ermittler: Mann soll grundsätzlich zu Anschlägen bereit gewesen sein

Die Ermittler werfen ihm vor, dass er grundsätzlich bereit gewesen sein soll, für die Terrorgruppe IS einen Anschlag zu begehen. Wie es aus Ermittlungskreisen heißt, soll der Mann aber weder eine konkrete Anschlagsplanung noch ein bestimmtes Ziel gehabt haben. Auch mit dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn, das am Mittwochabend in Stuttgart stattfand, habe die Festnahme nichts zu tun gehabt.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte dem SWR die Festnahme. Der Mann wurde am Mittwoch dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Bundesanwaltschaft Haftbefehl gegen ihn.

Bundesinnenministerin: Islamistische Szene im Visier der Ermittler

Für Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) belegt die Festnahme, wie sehr die islamistische Szene im Visier der Ermittler sei. "Unsere Sicherheitsbehörden sind äußerst wachsam, verfolgen jeden Hinweis und schlagen hart zu, um unser Land gegen islamistische Bedrohungen zu schützen", sagte sie.

Extremismus Wie sich islamistischer Terror finanziert

Spenden von Privatpersonen sind für viele Terrorgruppen eine wichtige Geldquelle. Der IS bittet online darum. Für Sicherheitsbehörden ist es schwer, die Geldströme zu kappen.

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SWR