Nach einem Großeinsatz in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) hat die Polizei vergangene Woche Montag in einer Wohnung eine Leiche gefunden. Jetzt gab die Staatsanwaltschaft neue Details zur möglichen Todesursache bekannt.
Zuvor hatte sich der Tatverdächtige, der auch der Mitbewohner des Opfers war, in der Wohnung in der Nähe des Bruchsaler Bahnhofs verschanzt. Der Tatverdächtige leide vermutlich unter einer psychischen Erkrankung und sei deshalb womöglich nur eingeschränkt schuldfähig.
Dutzende Messerstiche am Körper des Opfers
Der Körper des 61-Jährigen Opfers weise laut Staatsanwaltschaft dutzende Messerstiche auf. Diese hätten wohl dazu geführt, dass das Opfer verblutet sei. Außerdem soll der Körper auch Verletzungen aufweisen, die durch stumpfe Gewalt entstanden sein sollen.
Derzeit würden Gegenstände aus der Wohnung untersucht, die als Waffe gegen das Opfer eingesetzt worden sein könnten. Die Durchsuchung der Wohnung habe laut der Beamten mehrere Tage gedauert, da sie in einem äußerst unordentlichen Zustand vorgefunden wurde.
Zeugen hörten Schreie aus Wohnung in Bruchsal
Zeugen hörten laut Polizei am Montagnachmittag gegen 14:40 Uhr Schreie und laute Geräusche aus der Wohnung in unmittelbarer Nähe des Bruchsaler Bahnhofs. Sie alarmierten daraufhin die Polizei. Ein Mitarbeiter eines Sozialverbandes habe vergeblich versucht, Kontakt mit dem 49-Jährigen aufzunehmen.
Spezialeinsatzkräfte drangen gegen 18:15 Uhr in die Wohnung ein und nahmen den 49-jährigen Mann fest. Er wurde dabei leicht verletzt. Kurz darauf entdeckten Polizisten in der Wohnung die Leiche eines Mannes.
So haben wir am Montagabend von dem Großeinsatz berichtet:
Polizei findet Leiche eines Mitbewohners
Bei dem Toten handelt es sich um den 61-jährigen Mitbewohner des Beschuldigten. Angaben über die Todesursache machte die Polizei nicht. Es bestehe der Verdacht, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen.
Der 49-jährige Festgenommene wird einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung entscheidet.
Bei dem Einsatz in unmittelbarer Nähe des Bruchsaler Bahnhofs war eine große Anzahl von Polizei- und Rettungskräften vor Ort. Der Bahnverkehr war nicht betroffen. Der Busbahnhof war zeitweise abgesperrt. Die Absperrungen wurden am frühen Montagabend aufgehoben.