In insgesamt 126 Fällen hat der 58-jährige Unternehmer Steuern und Sozialversicherungsbeiträge veruntreut. Das stellte das Amtsgericht Karlsruhe fest. Er wies demnach seine Taxifahrer an, Schichtzettel unvollständig auszufüllen, um so die Arbeitszeiten seiner Angestellten zu verschleiern. Täglich habe der Unternehmer aufbewahrungspflichtige Unterlagen vorsätzlich vernichtet, teilte das Hauptzollamt Karlsruhe mit.
Taxiunternehmer: Verurteilung auch wegen anderer Vergehen
Nach Angaben des Zolls Karlsruhe betrieb der Mann außerdem ein Café, in dem er die Abgaben ebenfalls nicht oder nicht vollständig bezahlt hat. Außerdem hat er während der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld für seine Mitarbeiter beantragt. Das stand ihm nicht zu.
Der 58-jährige wurde vom Amtsgericht Karlsruhe zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Den entstandenen Schaden von 440.000 Euro muss der Unternehmer zurückzahlen.