Nach dem Fund eines Toten in einem Auto in Neuenbürg vor knapp drei Wochen gibt es neue Entwicklungen: Polizei und Staatsanwaltschaft haben mit Einverständnis der Familie des getöteten Mannes ein Foto veröffentlicht. Außerdem wurde eine Belohnung in Höhe von bis zu 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Der 41-Jährige lebte laut Polizei im Enzkreis und arbeitete als Hausmeister und Gastronomie-Lieferant.
Leiche wurde auf Parkplatz in Neuenbürg gefunden
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann getötet wurde. Seine Leiche war am 25. Februar in einem geparkten Auto entdeckt worden. Seitdem ermittelt eine Sonderkommission namens "Motor" mit mehreren dutzend Ermittlern. Zeuginnen oder Zeugen können sich bei der Kriminlapolizei melden.
Es sei auch möglich, das anonym zu tun. Dafür ist auf der Website der Polizei Baden-Württemberg ein System eingerichtet worden, das vom Landeskriminalamt betreut wird und Datensicherheit garantiere. Für anonyme Hinweise könne allerdings keine Belohnung gezahlt werden.
Mehr als 200 Spuren an der Enz gesichert
Die Sonderkommission hat bereits mehr als 200 Spuren gesichert. Die Polizei geht davon aus, dass der Fundort der Leiche auf dem Parkplatz auch der Tatort sein könnte. Daneben befindet sich der Fluss Enz, den mehr als 20 Polizeitaucher abgesucht hätten. Dabei seien mehrere Gegenstände gefunden worden. Ob sie mit der Tat zu tun haben, muss noch geprüft werden, heißt es. Auch Aufnahmen von Kameras aus der Umgebung würden noch ausgewertet.
Die Ermittler wollen nun von Zeuginnen und Zeugen wissen, wer den 41-Jährigen zwischen dem 23. und dem 25. Februar 2026 in oder in der Nähe von Neuenbürg gesehen hat. Sie interessieren sich auch dafür, zu wem er Kontakt hatte, auch im Rahmen seiner Arbeit als Lieferant für die örtliche Gastronomie. Wer Bilder, Videoaufnahmen oder akkustische Aufnahmen des genannten Zeitraumes hat, kann diese über das Portal auch anonym hochladen.
Noch keine Hinweise zur Tatwaffe
In einer früheren Mitteilung wurde außerdem eine Firma gesucht, die am Fundort der Leiche eine Arbeitsbühne abgestellt und wieder abgeholt hatte. Das Unternehmen habe sich in der Zwischenzeit bei der Polizei gemeldet, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.
Man habe mit einem Angestellten gesprochen und seine Ausagen aufgenommen. Weitere Einzelheiten könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden. Informationen zu den Verletzungen des Getöteten oder zu einer möglichen Tatwaffe gibt es bisher nicht.