Wieder Streik bei Airline

Piloten-Streik bei Lufthansa und Eurowings: Auch Flüge ab Stuttgart betroffen

Bei der Lufthansa und mehreren Tochtergesellschaften wird wieder gestreikt. Betroffen sind dieses Mal auch Flüge von Eurowings. Alles Wichtige im Überblick.

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Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat Pilotinnen und Piloten der Lufthansa und mehrerer Tochtergesellschaften zu Streiks aufgerufen. Das teilte die Gewerkschaft am Samstag mit.

Lufthansa: Wann wird gestreikt?

Gestreikt werden soll am Montag ab 0.01 Uhr bis Dienstag um 23.59 Uhr. Die Streiks sollen die vollen zwei Tage lang andauern, so die Vereinigung Cockpit. Betroffen sind demnach Flüge der Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Lufthansa Cityline. Bei Eurowings wird nur am Montag gestreikt.

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Welche Flüge sind vom Streik betroffen?

Bei Eurowings werden demnach alle Flüge bestreikt, die von deutschen Flughäfen starten. Das gilt auch für Flüge der Lufthansa und der Lufthansa Cityline. Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten seien jedoch Flüge zu folgenden Zielen vom Streik ausgenommen: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.

Was gilt für Flüge ab Stuttgart?

Auch am Stuttgarter Flughafen sind einige Flüge betroffen. Am Montag fallen alle Lufthansa-Flüge von und nach München und Frankfurt aus, wie aus der Abflug- und Ankunftstafel des Flughafens hervorgeht. Auch Passagiere von Eurowings sind in Stuttgart von dem Streik betroffen. Am Montag fallen nach derzeitigem Stand 20 von 47 geplanten Eurowings-Flügen ab Stuttgart aus. Darunter befinden sich laut einer Sprecherin vor allem innerdeutsche Flüge nach Berlin, Hamburg oder Bremen. Es seien aber auch Flüge nach Manchester und London-Heathrow gestrichen worden. Es könnten sich auch noch weitere Änderungen ergeben, so die Sprecherin weiter. Passagiere, die einen Flug bei einer der betroffenen Airlines gebucht haben, sollen ihren Flugstatus online prüfen, heißt es auf der Website des Stuttgarter Flughafens. Alternativ solle die Airline oder der Reiseveranstalter kontaktiert werden.

Streiks bei Lufthansa und Eurowings: Warum wird gestreikt?

Grund für die Streiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen. "Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt", sagte der Präsident der Vereinigung Cockpit Andreas Pinheiro. "Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber."

Nach Gewerkschaftsangaben liegt weder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo ein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor, noch gibt es bei Lufthansa Cityline ein tragfähiges Angebot für einen neuen Vergütungstarifvertrag. Bei Eurowings sei das vorgelegte Angebot zur betrieblichen Altersversorgung inakzeptabel und bewege sich "auf einem derart niedrigen Niveau, dass es diesen Namen kaum verdient". 

Die Lufthansa reagierte mit Unverständnis auf den Streikaufruf. "Die Streikankündigung der Spartengewerkschaft Vereinigung Cockpit stellt eine völlig neue Stufe der Eskalation dar", sagte ein Unternehmenssprecher. Ihre Kernforderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge sei absurd und unerfüllbar.

Vergangene Woche bereits Streik

Erst vergangenen Freitag hatte die Gewerkschaft UFO das Kabinenpersonal zum Streik aufgerufen. Betroffen waren alle Lufthansa und Lufthansa Cityline Flüge von und nach Frankfurt und München.

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SWR

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