Zustand des 39-Jährigen nach Gewalttat "stabil"

Schüsse in Mannheimer Kiosk: Suche nach Tatverdächtigem läuft weiter

Nach den Schüssen in einem Mannheimer Kiosk läuft die Fahndung nach dem Tatverdächtigen weiter. Am Samstag hatte ein Unbekannter in einem Kiosk auf einen 39-Jährigen geschossen.

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Stand

Nach einer Gewalttat in der Mannheimer Innenstadt am Wochenende suchen die Ermittler auch am Mittwoch weiter nach dem Tatverdächtigen. "Darüber hinaus können wir aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit keine weiteren Auskünfte geben", teilte eine Sprecherin der Polizei auf SWR-Anfrage am Mittwoch mit. Die Tat hatte sich am Samstagabend (4. Oktober) in einem Kiosk am Rande der Quadrate ereignet.

Polizei: Angreifer schoss mehrfach auf sein Opfer

Nach bisherigen Erkenntnissen hat ein Unbekannter direkt, nachdem er den Kiosk betreten hatte, mehrfach auf einen 39-jährigen Mann geschossen. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag mit. Der 39-Jährige wurde dabei lebensgefährlich verletzt und kam in ein Krankenhaus. Sein Zustand sei weiterhin stabil, so die Sprecherin der Polizei am Mittwoch. Zur Frage, in welcher Verbindung der Mann zu dem Kiosk steht, machte die Polizei aufgrund des Opferschutzes keine Angaben.

Der genaue Ablauf der Tat sowie die Hintergründe seien Teil der laufenden Ermittlungen. Den Beamten zufolge wird wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Aktuell werden die am Tatort gesicherten Spuren analysiert und ausgewertet. Zudem bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise. Zeugen können sich unter Telefonnummer 0621/174 4444 melden.

Polizei veröffentlicht Beschreibung des Tatverdächtigen

Nach Angaben der Polizei ist der Mann etwa 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, hat dunkle Haare und trägt einen Drei-Tage-Bart. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Jogginghose, einen dunklen Kapuzenpullover sowie weiße Schuhe. Eventuell trug er noch eine Steppjacke.

Mannheim: Starke Verkehrsbehinderungen wegen Fahndung

Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen am Samstagabend - mit zwei gesperrten Rheinbrücken - hatten zu größeren Staus und Verkehrsbehinderungen geführt. Der Bereich um den Kiosk war zunächst abgesperrt und die Kriminaltechnik war vor Ort. Auch Spuren von Blut waren laut einer SWR-Reporterin vor Ort zu sehen.

Polizeikräfte kontrollen Fahrzeuge in Mannheim
Auf den Strecken in Richtung Ludwigshafen kam es am Samstag wegen Polizeikontrollen zu längeren Staus.

Offenbar hatte der Kiosk erst wenige Stunden vor der Tat die Eröffnung gefeiert. Auf der Instagram-Seite des Ladens wurde zur Eröffnungsfeier am Samstag eingeladen. Darauf deuten auch die bunte Dekoration über dem Eingang hin.

Nach Gewalttat in Kiosk - Verantwortlichen wollen weitermachen

Die Verantwortlichen des Kiosks wollen nach der Tat weitermachen. Das geht aus einem Beitrag hervor, den der Kiosk nach dem Vorfall auf seiner Instagram-Seite veröffentlicht hat. Sie schreiben von einem schwierigen Start, den sie sich so "niemals hätten vorstellen können". "Trotz dieses schlimmen Ereignisses geben wir nicht auf", heißt es weiter. Mittlerweile ist die Instagram-Seite des Ladens nicht mehr abrufbar.

Absperrband vor einem Kiosk in Mannheim.
Mit Absperrband war der Bereich um den Kiosk in der Mannheimer Innenstadt am Samstag abgesperrt.
Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Simon Ukena
SWR-Redakteur Simon Ukena
Sarah Hennings
Sarah Hennings, SWR Studio Mannheim
Patrick Figaj
SWR Journalist Patrick Figaj

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