Am 20. Mai 2024 ist ein Segelflugzeug über einem Waldstück zwischen Malsch (Rhein-Neckar-Kreis) und Bad Schönborn (Kreis Karlsruhe) abgestürzt. Der 52-jährige Pilot erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Ursache war bislang unklar. Am Mittwoch (28. Mai 2025) hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) einen Abschlussbericht veröffentlicht, der Aufschluss darüber liefert.
Demnach hatte der Mann eine neurologische Erkrankung, die schon für sich genommen eine Flugtauglichkeit ausgeschlossen hätte. Diese Krankheit hatte er bei Medizinchecks verschwiegen. Außerdem hatte der Mann wohl zu wenige Flugstunden absolviert.
Pilot tödlich verunglückt nach Landeanflug
Laut dem Bericht hatte das Flugzeug am Tag des Unglücks nach dem Start kaum an Höhe gewonnen. Als der Pilot schließlich mit der Maschine auf dem Segelfluggelände in Malsch landen wollte, war der Segelflieger abgekippt und in einen Wald gestürzt. Laut BFU waren sowohl die Wetterbedingungen als auch der Zustand des Flugzeugs in Ordnung.
Flugkameraden: Pilot flog "deutlich zu selten"
Der Pilot machte laut BFU seinen Flugschein im Jahr 2015. Allerdings zitiert der Bericht einige seiner Flugkameraden, wonach der Mann die Regel missachtet hatte, nicht oft genug zu fliegen, um im Training zu bleiben. Mit 280 Flugstunden in zehn Jahren verfügte der Pilot demnach zwar über eine "solide Flugerfahrung", jedoch gab es immer wieder mehrmonatige Pausen. Bis auf einen Flug zwei Tage vor dem Absturz sei er mit dem verunglückten Segelfugzeug elf Monate lang nicht geflogen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, wurde der Pilot von einem Fluglehrer als "Kopfflieger" bezeichnet, der in ungewohnten Situationen fliegerisch "recht schnell an seine Grenzen stieß". Der Trainingsstand zum Zeitpunkt des Unfalls sei "gering" gewesen.