Sondervermögen reiche nicht

Autobahn-Maut gegen Sanierungsstau? Bauwirtschaft fordert mehr Geld vom Land

Die Bauwirtschaft fordert die Landesregierung auf, mehr für den Erhalt von Straßen und Brücken zu tun. Die finanziellen Mittel sollten verdoppelt werden. Auch eine Maut wäre eine Lösung.

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Die Bauwirtschaft Baden-Württemberg, ein Verband von Baugewerbe und Bauindustrie, plädiert für mehr finanzielle Mittel für Straßen und Brücken. Das Land solle 330 Millionen Euro im Jahr bereitstellen.

Sie fordert zudem, dass Planung und Genehmigung der Bauvorhaben deutlich beschleunigt werden. Der Sanierungsstau bei Straßen und Brücken sei enorm. In Baden-Württemberg müssten demnach jährlich rund 100 Brücken saniert werden, tatsächlich werden aktuell pro Jahr im Durchschnitt sieben Brücken saniert.

Verkehrsminister: Sondervermögen des Bundes reicht nicht aus

Um die Verkehrsinfrastruktur zukunftssicher zu machen, sollte nach Ansicht der Bauwirtschaft ein Mautsystem oder eine Abgabe für Autobahnen und Bundesstraßen eingeführt werden.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) stimmte der Forderung nach mehr Geld für die Infrastruktur-Sanierung zu. Die Bürger müssten sich darauf einstellen, dass in den kommenden Jahren viele Straßen und Brücken erneuert würden. Hermann lobte in dem Zusammenhang das Sondervermögen Infrastruktur des Bundes, das für zwölf Jahre ausgelegt ist - so werde Planungssicherheit geschaffen. Allerdings reiche dieses Geld nicht, auch Landesmittel seien nötig. Hermann befürwortet auch deswegen eine Lkw-Maut auf Landes- und Kreisstraßen.

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SWR