Die aktuelle Performance entspreche nicht dem eigenen Anspruch, heißt es in einem Brief von Porsche-Chef Oliver Blume an die Belegschaft, der dem SWR in Auszügen vorliegt. Vorstand und Betriebsrat wollen deshalb im zweiten Halbjahr über weitere Strukturmaßnahmen verhandeln, sprich ein zweites Sparpaket beim Sportwagenbauer. Ziel sei es, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig abzusichern, heißt es. Weitere Details werden in dem Brief nicht genannt.
Keine Informationen über möglichen weiteren Stellenabbau
Damit ist nicht klar, ob weitere Stellen abgebaut werden sollen. Anfang des Jahres hatten die Schwaben angekündigt, dass sie bis 2029 1.900 Stellen in der Region Stuttgart sozialverträglich abbauen wollen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Porsche AG gilt noch bis 2030 eine Beschäftigungssicherung. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis dahin ausgeschlossen - der Konzern muss also auf Freiwilligkeit setzen
Die Lage bleibt ernst, und die Branche entwickelt sich sehr dynamisch.
Absatz von Porsche in China weiter rückläufig
Hintergrund des nun erforderlich gewordenen zweiten Sparpakets bei Porsche sind rückläufige Absätze vor allem in China. Dort sei das Marktsegment für teure Luxusprodukte in kurzer Zeit förmlich zusammengebrochen, schreibt Blume. Außerdem bleibt die Unsicherheit rund um Autozölle auf dem wichtigen US-Markt. Sorgenkind ist auch der nach wie vor schleppende Verkauf der Porsche-Elektromodelle.
Ende Juli 2025 will Porsche offiziell Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorlegen. Analysten erwarten bereits jetzt einen drastischen Gewinneinbruch, einige sogar einen operativen Verlust. Porsche selbst spricht von einer "Krise der Rahmenbedingungen" und kündigt an, nun intern alle Optimierungspotenziale ausschöpfen zu wollen.