Rund 2,2 Millionen Menschen haben dieses Jahr das 85. Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen besucht - mit weitem Abstand so viele wie noch nie. Das teilte die stadteigene Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart am Sonntagmittag mit. Offiziell gerechnet hatte man mit so vielen Gästen wie im Vorjahr, also mit 1,4 Millionen Menschen - und intern, so in-Stuttgart-Chef Andreas Kroll, habe man auf 1,5 Millionen Besucherinnen und Besucher gehofft.
Mehr Besucher auf Frühlingsfest als Folge von Corona
Grund für das Rekordergebnis ist zum einen das ausnehmend gute Wetter in den drei Wochen: Gerade in den Osterferien und an den Feiertagen gab es viel Sonne und nur wenig Regentage. Das hatte für viel Andrang gesorgt. Kroll sieht den Zuspruch aber auch als eine positive Folge von Corona. Nicht nur wegen des Nachholeffekts: 2022 gab es ein "Frühlingsfest light" ohne Bierzelte, dafür mit einem regionalen Angebot, dem heutigen Albdorf. Das Fest habe so auch auf Dauer neue Besuchergruppen erschlossen, gerade Familien.
Veranstalter ziehen vorläufige Bilanz Mehr als zwei Millionen Besucher beim Stuttgarter Frühlingsfest
Das 85. Stuttgarter Frühlingsfest neigt sich dem Ende zu. Am Freitag haben Schausteller, Veranstalter und Polizei eine vorläufige Bilanz gezogen.
Kroll zeigte sich zufrieden, dass es keine besonderen Vorfälle gegeben habe - zu erwähnen wäre allenfalls der Stromausfall bei einem Fahrgeschäft und umliegender Buden, da sich eine Anschlussklemme bei der Stromversorgung gelockert hatte. Insgesamt verlief laut Polizei das Fest weitgehend friedlich und sicher, obgleich es nominell mehr Delikte gab und wegen stärkerer Kontrollen auch mehr Waffen und gefährliche Gegenstände beschlagnahmt wurden.
Neue Fahrgeschäfte machen Frühlingsfest in Stuttgart attraktiv
Auch Neuheiten unter den Fahrgeschäften zogen laut dem Vorsitzenden des Schaustellerverbandes Südwest Stuttgart, Mark Roschmann, mehr Besucher an. Das Frühlingsfest ist so attraktiv, dass es auch die derzeit angesagten Karussells, Achterbahnen und weiteren Attraktionen anlocke. Das komme auch bei Gästen etwa aus der Schweiz, Frankreich und den USA an. Ein Zählsystem mit Kameras erfasst an allen Eingängen, wie viele Menschen auf das Areal gehen und es wieder verlassen.