39 Millionen Euro würde eine Sanierung der "Echte-Helden-Arena" heute kosten. Ein Neubau der Freiburger Eishalle wäre mit geschätzt 60 Millionen Euro deutlich teurer. Das ergab eine Machbarkeitsstudie, die Vertreter der Stadt Freiburg und des EHC Freiburg am Montag vorgestellt haben. Selbst die Kosten der Sanierung wären nur mit mehreren Partnern stemmbar.
Projekt wichtig für die Zukunft des Freiburger Eissports
Sportbürgermeister Stefan Breiter sprach davon, dass die Stadt und der Eishockeyverein EHC Freiburg mit dem Projekt in den Playoffs angelangt seien. Jetzt müssten die entscheidenden Spiele gewonnen werden. Damit spielt Breiter auf die Abstimmung im Gemeinderat am 9. Dezember an. Nur wenn der Rat zustimmt, hätten Profisport, Breiten-, Nachwuchs- und Parasport in Freiburg auf dem Eis langfristig eine Zukunft, so Breiter.
Aus "alt" wird "saniert"
Freiburgs Baubürgermeister betonte, dass man so viel wie möglich erhalten wolle. Das Projekt soll in drei Bauphasen stattfinden: jeweils in den Sommermonaten würde gebaut, im Winter auf dem Eis gespielt. Und das drei Jahre lang. Die sanierte Halle soll dann zum Beginn der Saison 2031/32 fertig sein und Platz für 5.000 Zuschauer bieten.
Wir haben nun damit eine echte Chance, die Halle und den Eissport zu retten.
Finanzierung auf drei Säulen
Die Stadt will mit 30 Millionen Euro den größten Teil der Kosten übernehmen. Die Eishalle sei ein städtisches Projekt und kein reines EHC-Projekt, erklärte Sportbürgermeister Breiter. Der Rest soll vom EHC Freiburg und aus Fördermitteln kommen.
Die Stadtverwaltung bereitet aktuell eine Bewerbung für das Bundesförderprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)" vor. Ein privater Investor hat dem EHC fünf Millionen fest zugesichert, weitere Gespräche werden mit potentiellen Partnern geführt, so EHC-Vorstand Michael Müller.
Sportlicher Erfolg des EHC Freiburg kein Ausschluss-Kriterium
Aktuell ist der EHC Freiburg Tabellenletzter in der DEL2. Ein Abstieg würde nicht das Aus für das Projekt bedeuten, so Sportbürgermeister Breiter. Die Sanierung sei nicht an den aktuellen sportlichen Erfolg des EHC Freiburg gebunden.
EHC-Vorstand Müller hofft, dass durch dieses Projekt nun auch ein Ruck durch die Mannschaft gehe. Bei dem Projekt denke man nicht nur an heute, sondern auch an morgen oder übermorgen, so Müller. Das nächste entscheidende Spiel sei aber die Abstimmung im Gemeinderat am 9. Dezember.