Seit 2018 ist Marco Steffens (CDU) Oberbürgermeister von Offenburg. Jetzt hat er erklärt: Bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl im Herbst dieses Jahres kandidiert er nicht noch einmal. Der 47-Jährige nannte vor allem persönliche Gründe.
Marco Steffens zieht sich aus persönlichen Gründen aus Politik zurück
Bei einem Pressegespräch am Donnerstag sprach Steffens von der schwierigsten Entscheidung, die er in seinem Berufsleben je habe treffen müssen. Er liebe diesen Beruf, aber er wolle seine Prioritäten neu setzen, sagte das Offenburger Stadtoberhaupt.
Ich liebe dieses Amt. Neben diesem Amt gibt es aber auch noch eine Familie. Und meine Familie braucht mich jetzt etwas mehr, insbesondere meine kränkelnden Eltern.
Steffens Eltern leben in Villingen. Vor allem seinem 86-jährigen Vater gehe es gesundheitlich nicht gut, er brauche die Untersützung seines einzigen Sohns. "In den letzten Wochen war ich zumindest mal einen halben, dreiviertel Tag am Wochenende bei ihnen, um nach ihnen zu schauen. Und ich habe gemerkt, das ist eine wichtige Zeit für sie, aber auch für mich", erklärte Steffens.
Aber vor allem an Wochenenden sei er als Oberbürgermeister oft beruflich eingespannt. Im Wahljahr kämen dann noch mehr Termine dazu: "Kein freies Wochenende, keine Zeit für die Eltern. Und ich weiß nicht, wie viel Zeit uns noch gemeinsam bleibt." Deswegen habe Steffens gemeinsam mit seiner Familie entschieden, nicht erneut für das Amt des Offenburger Oberbürgermeisters zu kandidieren.
19 Jahre lang an Rathausspitzen aktiv
Marco Steffens war 2018 erstmals ins Amt gewählt worden. Zuvor war er elf Jahre Bürgermeister in Willstätt (Ortenaukreis). Einen neuen Job hat er bisher noch nicht. Ein anderes politisches Amt will er nicht antreten. Weil das eben oft mit Arbeit am Wochenende verbunden sei, so Steffens.
Seine Amtszeit endet im November. Die Oberbürgermeisterwahl wird voraussichtlich am 11. Oktober stattfinden.