Am Samstagmittag ist in einer Recycling- und Chemiefirma in Reutlingen ein Feuer ausgebrochen. Es entwickelte sich laut Feuerwehr explosionsartig. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Polizei und Deutsches Rotes Kreuz rückten insgesamt mit rund 140 Personen aus. In den Fabrik- und Lagerhallen waren keine Menschen, als das Feuer ausbrach. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Millionenschaden.
Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) war ebenfalls vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen. Denn durch den Brand gab es eine große Rauchwolke, die kilometerweit zu sehen war.
Feuerwehr überwacht die Löscharbeiten mit Drohnen
Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen, konnte aber noch vor Ort versorgt werden. Besonders die Hitze machte den Feuerwehrleuten zu schaffen. Laut Polizei konnte die Feuerwehr aber eine Ausbreitung der Flammen auf benachbarte Firmengebäude verhindern. Das Feuer wurde unter Kontrolle gebracht, das Objekt sei komplett zerstört worden, so die Polizei. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich bis in die Nacht andauern.
Inzwischen, nach einigen Tagen, haben Kripo und Sachverständige den Grund für den Brand gefunden: Ein technischer Defekt in einem Stromverteilerkasten hat das Feuer entfacht.