Artisten-Treffen in Tübingen

Jonglieren auf dem Stocherkahn

Stocherkähne auf dem Neckar sind ein typisches Tübinger Postkartenmotiv. Dass auf ihnen im Regen jongliert wird, sieht man sehr selten. Am Samstag waren Profis auf dem Wasser.

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Stand

Von Autor/in Klara Keuthen

Rund 200 Jongleurinnen und Jongleure haben sich in Tübingen getroffen, um sich praktisch und fachlich auszutauschen. Höhepunkt war eine Stocherkahn-Jonglage am Samstagnachmittag auf dem Neckar - und das bei Regen und starkem Wind.

Keulen flogen von Stocherkahn zu Stocherrkahn

Fünf Stocherkähne hatten sie organisiert, auf jedem waren mehr als zehn Artistinnen und Artisten am Jonglieren. Viele davon auch Amateure. Die Keulen, Ringe und Bälle kreisten dabei nicht nur über den einzelnen Stocherkähnen, sie flogen auch zwischen den Teams übers Wasser hin und her.

Ein Stocherkahn voller Menschen, man erkennt über ihnen die Unterseite der Tübinger Neckarbrücke. Eine junger Mann wird von anderen waagerecht in die Luft gehalten
Nicht nur mit Kegeln oder Ringen kann man jonglieren, auch mit Menschen: Artistik unter der Neckarbrücke in Tübingen Klara Keuthen

Jonglage im Wind

Die besondere Herausforderung dabei: Vor allem leichte Gegenstände, mit denen man jongliert, ändern bei Wind manchmal die Flugrichtung. So manch ein Versuch fiel deshalb ins Wasser. Gut, dass zufällig Kajak-Fahrer in der Nähe waren, die den Jongleuren ihre Keulen zurückzubringen.

In einer Turnhalle verteilt jonglieren mehrere Gruppen mit Keulen und anderen Gegenständen. Sie haben sich zur Jonglier Convention getroffen
Jongleurinnen und Artisten unter sich - mehrere Tage lang haben sie sich in Tübingen ausgetauscht und Spaß miteinander gehabt. Klara Keuthen

Sinn der Jongier- und Akrobatik-Convention ist, sich untereinander auszutauschen. Es gab Workshops, man zeigte einander Techniken und Tricks, lernte voneinander. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Finnland, Norwegen, Dänemark und Israel. Stargäste waren Julian Kloos und Moritz Rosner, mehrfache Weltrekordhalter und Weltmeister (2023) im Jonglieren.

Eine Gemeinschaft wie im Schullandheim

Das Treffen der Gemeinschaft erinnert an ein Schullandheim: Alle wohnen zusammen und organisieren alles gemeinsam. Auch bei der Abschlussgala gelte: Jeder helfe überall, erzählt der Veranstalter. Das heißt, dass auch Jongleure Getränke verkaufen und Akrobatinnen die Karten kontrollieren.

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Autor/in
Klara Keuthen
Klara Keuthen ist Reporterin für Social Media, Online, Hörfunk und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen .
Onlinefassung
Peter Binder
Peter Binder ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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