Rund 200 Jongleurinnen und Jongleure haben sich in Tübingen getroffen, um sich praktisch und fachlich auszutauschen. Höhepunkt war eine Stocherkahn-Jonglage am Samstagnachmittag auf dem Neckar - und das bei Regen und starkem Wind.
Keulen flogen von Stocherkahn zu Stocherrkahn
Fünf Stocherkähne hatten sie organisiert, auf jedem waren mehr als zehn Artistinnen und Artisten am Jonglieren. Viele davon auch Amateure. Die Keulen, Ringe und Bälle kreisten dabei nicht nur über den einzelnen Stocherkähnen, sie flogen auch zwischen den Teams übers Wasser hin und her.
Jonglage im Wind
Die besondere Herausforderung dabei: Vor allem leichte Gegenstände, mit denen man jongliert, ändern bei Wind manchmal die Flugrichtung. So manch ein Versuch fiel deshalb ins Wasser. Gut, dass zufällig Kajak-Fahrer in der Nähe waren, die den Jongleuren ihre Keulen zurückzubringen.
Sinn der Jongier- und Akrobatik-Convention ist, sich untereinander auszutauschen. Es gab Workshops, man zeigte einander Techniken und Tricks, lernte voneinander. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Finnland, Norwegen, Dänemark und Israel. Stargäste waren Julian Kloos und Moritz Rosner, mehrfache Weltrekordhalter und Weltmeister (2023) im Jonglieren.
Eine Gemeinschaft wie im Schullandheim
Das Treffen der Gemeinschaft erinnert an ein Schullandheim: Alle wohnen zusammen und organisieren alles gemeinsam. Auch bei der Abschlussgala gelte: Jeder helfe überall, erzählt der Veranstalter. Das heißt, dass auch Jongleure Getränke verkaufen und Akrobatinnen die Karten kontrollieren.