Der 33-jährige Radfahrer versuchte trotz geschlossener Schranken über den Rad- und Fußgängerüberweg über die Gleise zu gelangen, so ein Polizeisprecher. Der Lokführer eines Regionalzuges Richtung Memmingen leitete eine Notbremsung ein, doch der Zug erfasste den Radler. Er starb noch an der Unfallstelle.
Polizei sucht Zeugen des Unfalls
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, gibt es keine Hinweise auf einen Suizid. Die Ermittler haben bislang auch keine Hinweise darauf, dass der 33-Jährige durch Handy oder Kopfhörer abgelenkt war und Warnhinweise dadurch übersehen haben könnte. Deshalb werden nun Zeugen des Unfalls gesucht.
Passagiere im Zug blieben unverletzt
Der Zug kam erst zweihundert Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen. Lokführer und Ersthelfer erlitten einen Schock. Die rund 150 Passagiere im Zug blieben laut Polizei unverletzt. Wegen der gesperrten Bahntrecke kam es zu Zugausfällen und Verspätungen.
Tödlicher Unfall an gleicher Stelle im Herbst 2023
Im Oktober vergangenen Jahres gab es an derselben Stelle schon einen tödlichen Unfall. Ein 20-Jähriger war trotz geschlossener Schranken über den Bahnübergang gelaufen und von einem Zug mitgerissen worden. Er hatte dabei schwere Verletzungen erlitten, an denen er kurz darauf im Krankenhaus starb. Danach hatten die Stadt Neu-Ulm und die Bahn bereits laut einer Stadtsprecherin Gespräche geführt, wie der Bahnübergang noch sicherer ausgebaut werden kann. Nach Angaben der Bahn sind bislang jedoch keine baulichen Veränderungen geplant. Der Bahnübergang wird als sicher bewertet, heißt es.