Autobahn stundenlang gesperrt

Explosionsgefahr: Defekter Gefahrgut-Lkw legt A8 über Stunden lahm - Hunderte Anwohner wieder zurück in ihren Häusern

Wegen eines größeren Gefahrguteinsatzes musste die A8 zwischen Mühlhausen und Merklingen in Richtung München gesperrt werden. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

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Stand

Ein Gefahrgut-Lastwagen hat am Montagnachmittag auf der A8 bei Wiesensteig (Kreis Göppingen) einen Großeinsatz ausgelöst. Der mit rund 19 Tonnen organischem Peroxid beladene Lkw war mutmaßlich wegen eines Defekts im Motorraum auf der Autobahn liegen geblieben. Weil sich der Gefahrstoff erhitzte, konnte eine Explosion nicht ausgeschlossen werden. Zudem warnte die Feuerwehr vor einem erhöhten Risiko, dass ein möglicher Brand auf die umliegenden Wälder übergreifen könnte.

Gefahrgut-Lkw gestrandet: Stundenlange Sperrung der A8

Die Autobahn in Richtung München wurde daher zwischen Mühlhausen im Täle und Hohenstadt bis nach Mitternacht gesperrt, erklärte die Polizei am frühen Morgen. Durch die stundenlange Vollsperrung kam es demnach zu Verkehrsbehinderungen und kilometerlangen Staus.

Außerdem richteten die Einsatzkräfte um das gestrandete Fahrzeug einen Sperrradius von mehreren hundert Metern ein. Zunächst habe die Feuerwehr versucht, den Anhänger mit dem Gefahrgut zu kühlen. Nachdem dies nicht ausreichend gelang, wurde der Transporter in Richtung Merklingen (Alb-Donau-Kreis) gezogen.

Vor welchen Problemen die Einsatzkräfte an der A8 standen, erklärte unsere Kollegin Magdalena Haupt im Gespräch:

A8: Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden

Der Lkw stand zunächst nur wenige Hundert Meter Luftlinie vom Ortskern der Gemeinde Wiesensteig entfernt. Laut Feuerwehr mussten deshalb rund 300 Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert werden.

Sie kamen zwischenzeitlich in einer Turnhalle unter. Wie Wiesensteigs Bürgermeisterin Anette Kölle im SWR-Interview erklärte, konnten sie am Abend in ihre Wohnungen zurückkehren.

Abtransport des Lkw lange nicht möglich

Der Abtransport des Lkw war lange nicht möglich. Neben dem Kühlaggregat war auch die Zugmaschine nicht mehr fahrbereit. Fachleute seien hinzugezogen worden, um die Temperaturentwicklung im Container und das Risiko einer Entzündung zu bestimmen. Dann hätten Mitarbeiter des Herstellers des Kühlcontainers das Aggregat wieder in Betrieb nehmen können, sagte Michael Reich, Kreisbrandmeister des Kreises Göppingen, dem SWR. Die Zugmaschine habe auch ersetzt werden können.

Laut Polizei konnte der Lkw seine Fahrt in Richtung Ulm und zum geplanten Ziel in Günzburg kurz vor Mitternacht fortsetzen. Dabei begleitete ihn eine Polizeieskorte.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Rainer Schlenz
Rainer Schlenz
Max Schäfer
Bild von SWR-Redakteur Max Schäfer.
Maximilian Stokburger
Bild von SWR Aktuell-Redakteur Maximilian Stokburger

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